Tobby
Ident. Nr.: B III 254
ObjID: obj:967018
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1947 (Guss 1988)
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 32 x 19 x 22,5 cm
- Erwerbung
- 1986 Schenkung der Künstlerin, Berlin (Ost)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967018
Objektbeschreibung
Der elegante Bronzekopf ist exemplarisch für den Stil der Bildhauerin. Mit glatten Oberflächen, Details aussparend, konzentriert sich die Komposition auf die Linien, welche das Gesicht markant zeichnen: den Nasenrücken, den Lippenbogen, die Augenbrauen usw. Je nach Lichteinfall oder Blickpunkt variieren die Reflexionen und Schatten auf der Bronze und verleihen den jungen Gesichtszügen einen je anderen Ausdruck. Umrundet man die Skulptur betrachtend, wirkt sie erstaunlich wandelbar. „Tobby“ gehört zu den unpolitischen Figuren im Werk Hahnes. Sie setzte sich nach Kriegsende für den Aufbau der DDR ein und entwarf etliche Darstellungen von sozialistischen Held*innen für den öffentlichen Raum. Ihr Schaffen bewegt sich zwischen unpolitischen Darstellungen und bedeutungsschweren Sinnbildern, bleibt aber stets bei der menschlichen Figur. Die Bronzebüste „Tobby“ wurde, wie viele andere Entwürfe von Hahne auch, mehrfach gegossen. So existieren neben dem Exemplar in der Sammlung der Neuen Nationalgalerie weitere Ausführungen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Einige wurden bereits kurz nach der Entstehung des Entwurfes 1947 gefertigt, andere viele Jahre später. Der Guss von 1988 ist außergewöhnlich spät. Nach der Zurückweisung durch die DDR-Obrigkeit und die Beendigung des Auftrags für ein monumentales Ernst-Thälmann-Denkmal in Berlin legte Hahn die Arbeit 1965 gänzlich nieder und ließ nur noch Güsse von bereits vorhandenen Werken anfertigen. | Sabrina Kotzian
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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