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Concetta

Ident. Nr.: B I 660

ObjID: obj:967267

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Waldemar Grzimek (1918 - 1984),
Künstler*in
Datierung
1942
Geografische Bezüge
Provenienz
vermutlich im Besitz des Künstlers,
- November 1950
Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
November 1950 - 1951
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 24,5 x 27,5 x 21 cm
Erwerbung
1950 Ankauf für die Galerie des 20. Jahrhunderts. 1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin (Ost)

Objektbeschreibung

Mit ruhiger Miene und verschränkten Beinen sitzt die junge Italienerin, die den Namen „Concetta“, die Himmlische, erhielt, auf dem Boden. Die Sitzfigur ohne Sockel umschreibt die Form eines Dreiecks und gliedert sich durch senkrechte, waagerechte und diagonale Linien. Es ist ein geschützter Raum, aus dem der rechte Arm hinaus in die Welt der Betrachter:innen reicht. Er öffnet die Ansicht und lädt dazu ein, der Linie zu folgen. Die „Concetta“ ist die wohl wichtigste Plastik im Frühwerk Grzimeks. Der Bildhauer schuf sie 1942 in Rom, wo er sich nach Erhalt des Rom-Preises der Preußischen Akademie der Künste für acht Monate in der Villa Massimo aufhielt. Zeitgleich entstand nach demselben Modell ein „Porträtkopf Junge Italienerin“. Besonders an der „Concetta“ aber ist, dass an ihr nachvollziehbar wird, wie Grzimek anfing, mit der Form zu experimentieren und das Raumgreifende zu erforschen. Bereits als Kind hatte er Tiere im Berliner Zoo modelliert, sodass der Bildhauer Richard Scheibe auf ihn aufmerksam wurde. Dieser motivierte den Autodidakten, bei Wilhelm Gerstel zu studieren, dessen Meisterschüler er an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin wurde. Bekanntschaften mit Hugo Lederer, Gerhard Marcks, Gustav Seitz und Fritz Cremer prägten mitunter das Werk Grzimeks. So wird bei der „Concetta“ nicht nur ein bei Gerstel geschulter methodischer Umgang sichtbar, sondern auch eine Nähe zu Marcks sowie zur frühgriechischen Skulptur. Nach dem Ende des Krieges war Grzimek in der Lehre tätig und setzte sich wissenschaftlich mit der Bildhauerei auseinander. Als Künstler wurde er vor allem in der DDR sehr geschätzt. | Johanna Yeats

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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