Große Zeichnung
Ident. Nr.: NG 33/82
ObjID: obj:967543
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1976-1981
- Material / Technik
- Tempera, Kreide und Graphit auf Pappe und Papier auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 300 x 240 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967543
Objektbeschreibung
Die Kunstgattung der Zeichnung ist eine notwendige Ergänzung, um das mannigfaltige Werk Heiligers in dieser Sammlung ideal abzubilden. Die Zeichnung war für ihn stets ein autonomes Medium, wie auch dieses Beispiel zeigt. Die schiere Größe der Arbeit von 300 x 240 cm muss dem Künstler nahezu akrobatische Bewegungen abverlangt haben, als er Linien und Farbe auf die Fläche brachte. Auf der Ebene der Bildsprache bestehen zwischen den Zeichnungen und Skulpturen in den verschiedenen Werkphasen Heiligers jedoch durchaus Gemeinsamkeiten: Schlichte, dunkle Töne, gepaart mit Nuancen von Blau und Ocker (auch Gold oder gelegentlich Rot), dominieren. Kugeln, Linien, Zylinder, technoide, geometrische oder in sich verdrehte bzw. gefaltete Elemente werden miteinander kombiniert. Nicht nur in Skulpturen, sondern auch in Reliefobjekten und Assemblagen treten diese immer wieder in Erscheinung. Insbesondere in den Assemblagen der 1980er- und 1990er-Jahre flossen dann Skulptur und Zeichnung endlich zusammen. Diese Montagen dreidimensionaler Gegenstände auf einer Platte, verbanden Zwei- und Dreidimensionalität und ähnelten bisweilen stark den Zeichnungen. Und auch der Aspekt der Farbe spielte hier eine größere Rolle. Heiliger gelangte erst spät zu diesem Hybridmedium, erreichte darin aber ein, so scheint es, lang ersehntes, fruchtbares Zusammenwirken seiner beiden elementaren Ausgangsmedien. | Anja Pawel
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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