Bildnis Ludwig Renn
Ident. Nr.: A IV 86
ObjID: obj:967546
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1959
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis Ludwig RennÜbersetzung: Portrait of Ludwig Renn
- Material / Technik
- Öl und Tempera auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 100 x 70,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967546
Objektbeschreibung
Der Schriftsteller Ludwig Renn (1889–1979), mit Geburtsnamen Arnold Friedrich Vieth von Golßenau, diente im Ersten Weltkrieg als Offizier. Nachdem er sich mit den Werken von Karl Marx, John Reed und Vladimir Lenin auseinandergesetzt hatte, publizierte er ab 1927 unter dem neuen, bürgerlichen Namen politische Romane und andere Schriften. Er trat der Kommunistischen Partei bei, kämpfte mit den Interbrigadisten in Spanien gegen Francos Faschisten und überlebte den Zweiten Weltkrieg im Exil. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte erst in Dresden, dann in Ost-Berlin. 1952 wurde er Mitglied der dortigen Akademie der Künste, später deren Ehrenpräsident. Frankenstein und Renn kannten sich persönlich. 1960 veröffentlichte Renn das Buch „Auftraggeber: Arbeiterklasse“ über Frankensteins Wandbild im VEB Holzwerk in Berlin-Hohenschönhausen. In dessen Gemälden sah Renn eine dialektische Spannung, Widersprüche, die zum Nachdenken anregen und um soziale Fragestellungen kreisen. Die rein ästhetische Erfahrung lehnte er als bourgeois oder dekadent ab (Drei Briefe von Ludwig Renn, in: Wolfgang Frankenstein. Malerei und Grafik. Mit Schriften des Künstlers, Briefen und Meinungen, hrsg. v. Gert Claußnitzer, Dresden 1978, S. 249–251). Darin war er sich mit dem Maler einig. Frankenstein malte Renn halb im Schatten sitzend, mit einem Buch auf dem Schoß; die gemischten, hellen Farben muten fast impressionistisch an. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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