Schwarzwald
Ident. Nr.: B 20
ObjID: obj:967556
1949 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1936
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: SchwarzwaldÜbersetzung: Black Forest
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1949Galerie Bremer, Berlin,
1949Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1949–1968 - Material / Technik
- Öl auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 68,5 x 76,5 cm
- Erwerbung
- 1949 Ankauf vom Künstler durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967556
Objektbeschreibung
1935 kehrte Kuhn in seine Heimatstadt Baden-Baden zurück, nachdem er ab 1929 in Italien gelebt hatte. Zuvor hatte er bei Ludwig Meidner in Berlin sowie bei Roger Bissière in Paris studiert und zu einem eigenen Stil zwischen Figuration und Abstraktion gefunden. Im Gemälde „Schwarzwald“ wird der Blick von erhöhtem Standpunkt über die bergige Landschaft gelenkt, in welche Raben, Tannenbäume und Bauernhäuser eingebettet sind. Neben diesen stark vereinfachten Motiven finden sich organische und geometrische Formen ohne Gegenstandsbezug. So setzen sich zwei schwarze Vögel im Flug jeweils vor einer auf dem grau-blauen Himmel platzierten hellen quadratischen und ovalen Form ab. Der als Repoussoir am unteren rechten Bildrand auf einem Ast sitzende Rabe ist teilweise nur als Kontur ohne körperliche Präsenz auf durchscheinendem Grund wiedergegeben. Die zweihügelige dunkle Bergsilhouette findet sich als frei schwebende schwarze Umrisslinie am Horizont gedoppelt – eine Form, die auf die Berge Merkur und Kleiner Staufen in Baden-Baden referiert und die als wiederkehrendes Bildzeichen noch im Spätwerk des Künstlers erscheint. Ende 1936 zog Kuhn nach Berlin. Als dort im darauffolgenden Jahr 20 seiner Arbeiten aus einer bereits gehängten, noch nicht eröffneten Ausstellung in der Galerie Buchholz beschlagnahmt wurden, befand sich darunter auch jenes „Schwarzwald“-Bild. Dem Galeristen muss es gelungen sein, die Beschlagnahme rückgängig zu machen, denn das Werk befand sich noch bis 1949 im Atelier des Künstlers. | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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