Bildnis Eberhard Hanfstaengl
Ident. Nr.: NG 18/63
ObjID: obj:967721
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1961
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis Eberhard HanfstaenglÜbersetzung: Portrait of Eberhard Hanfstaengl
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 110 x 55 cm
- Erwerbung
- 1963 Ankauf vom Künstler
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967721
Objektbeschreibung
Das nahezu ganzfigurige Bildnis zeigt den Kunsthistoriker Eberhard Hanfstaengl (1886–1973). Es entstand im Zusammenhang mit einem Porträtauftrag der Stadt München, nachdem Hanfstaengl 1959 den Bayerischen Verdienstorden erhalten hatte. Geehrt wurde damit ein Museumsleiter, der seine Laufbahn 1913 als Assistent an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen begonnen hatte und 1925 zum Direktor der neu gegründeten Städtischen Kunstsammlungen Münchens ernannt wurde. Zwischen 1933 und 1937 amtierte er als Leiter der Nationalgalerie in Berlin. Zwar war Hanfstaengl förderndes Mitglied der SS, doch als er sich weigerte, an Beschlagnahmungen der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ mitzuwirken, wurde er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Nach Kriegsende wirkte er von 1945 bis 1953 als Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Als das Porträt entstand, arbeitete Hanfstaengl als Chefredakteur der Zeitschriften „Kunst“ und „Pantheon“. Olde zeigt ihn lässig gegen die Wand gelehnt, den Daumen eingehakt in die Tasche seiner blauen Hose, die er zum dunklen Sakko trägt. Hanfstaengls Kopf ist genau erfasst, der Körper skizzenhaft belassen, der Hintergrund nicht ausgearbeitet. Das Gemälde wurde 1963 für die Nationalgalerie in West-Berlin erworben, nachdem eine etwa gleich große Fassung, die Hanfstaengl deutlich repräsentativer als bildfüllendes Kniestück wiedergibt, 1960 durch die Stadt München für die Städtische Galerie im Lenbachhaus erworben worden war. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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