Fliehend
Ident. Nr.: NG 22/61
ObjID: obj:967797
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1951
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: FliehendÜbersetzung: Fleeing
- Material / Technik
- Öl auf Karton
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 50 x 71 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/967797
Objektbeschreibung
Winter gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Abstraktion in West-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Anschluss an seine Ausbildung am Bauhaus (1927–1930), bei Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee, hatte er sich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mit seiner Familie nach Bayern, zunächst nach München und später an den Ammersee, zurückgezogen. Mit Kriegsbeginn 1939 wurde er eingezogen, dennoch entstanden in den folgenden Jahren zahlreiche Skizzen sowie 1944 – während er sich zu Hause von einer Verwundung erholte – seine 40-teilige Serie auf Papier „Triebkräfte der Erde“. Erst 1949 kehrte Winter aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Deutschland zurück. Im selben Jahr schloss er sich der soeben gegründeten Vereinigung Zen 49 an, die sich für die Etablierung einer neuen, gegenstandlosen Kunst einsetze. Oftmals in Auseinandersetzung mit fernöstlicher Philosophie oder nichtchristlichen Religionen und unter Verwendung von schwarzen, teils kalligrafisch anmutenden Zeichen, versuchten die Mitglieder der Gruppe ihrem Inneren Ausdruck zu verleihen. Dieser Bezug zur Kalligrafie wird auch in Winters Gemälde „Fliehend“ erkennbar, in dem er teils einander überlappende schwarze Zeichen auf einen materialreichen, grauen Grund malte, die von einem Netz aus zarten weißen und schwarzen Linien im Zaum gehalten zu werden scheinen. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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