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Stillleben mit Gläsern (II)

Ident. Nr.: A IV 507

ObjID: obj:968095

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Kiejstut Bereźnicki (1935 -),
Künstler*in
Datierung
1983
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stillleben mit Gläsern (II)
Originaltitel: Martwa natura z kieliszkami
Übersetzung: Still Life with Glasses
Provenienz
Kauf: Staatlicher Kunsthandel der DDR,
1985–1985
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 73 x 100 cm
Erwerbung
1985 Ankauf im Auftrag des Ministeriums für Kultur aus Mitteln des Kulturfonds der DDR von der 1. Kunstmesse der sozialistischen Länder in Poznan

Objektbeschreibung

Der polnische Maler und Zeichner, Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Gdańsk, stellte Stillleben, Prozessionen, Feste und Karnevalsszenen dar. Religiöse Themen, wie Passions- und christologische Szenen, sind ebenfalls charakteristisch für sein Werk. Zugleich ließ sich der Künstler von den Gemälden der alten Meister inspirieren, vor allem von der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Bereźnicki arbeitete oft mit vereinfachten Formen und einer fast monochromen Farbpalette. Seine Kompositionen strahlen Pathos und Melancholie aus. In „Stillleben mit Gläsern (II)“ ist der Kontrast zwischen dieser Schwermut und der Dynamik der umgestürzten Gläser auffällig, ebenso wie die starke Beleuchtung einiger Objekte in dem dunklen Innenraum, wodurch die unterschiedliche Wirkung der Materialien Glas und Metall herausgehoben wird. Die Unordnung, deren Ursache nicht erkennbar ist, erweckt beim Betrachten beunruhigende Gefühle. Das Bild entstand während oder direkt nach der Ausrufung des Kriegsrechts in Polen (1981–1983), einer Maßnahme des Regimes der Volksrepublik Polen, um die Demokratiebewegung Solidarność zu zerschlagen. Bereźnicki griff politische Themen jedoch nie direkt auf und kritisierte das kommunistische System in seinem Werk nicht. In den 1960er- bis 1980er-Jahren vertrat er Polen auf internationalen Ausstellungen, u. a. in Moskau, Sofia, Berlin, Belgrad und Bukarest. Das „Stillleben mit Gläsern (II)“ wurde im Auftrag des Ministeriums für Kultur der DDR auf der ersten Kunstmesse der sozialistischen Länder in Poznań für die Nationalgalerie erworben. | Marta Smolińska

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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