Herbstblumen
Ident. Nr.: A III 307
ObjID: obj:968215
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: HerbstblumenÜbersetzung: Autumn Flowers
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1931Kauf: Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
nach 1931 - 1939 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 85 x 81 cm
- Erwerbung
- 1939 vom Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung als Werk der "Verfalls- und Judenkunst" der Nationalgalerie zur Verwahrung übergeben
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/968215
Objektbeschreibung
Ab Ende 1929 verschärfte die Weltwirtschaftskrise die angespannte finanzielle Situation vieler Künstler. Um die Situation des alten, weithin geschätzten Mosson bemühten sich einflussreiche Freunde um Georg Kolbe und Hugo Simon. Letzterer berichtete Kolbe am 6. Oktober 1930 von einem Termin im preußischen Kultusministerium, es ging dort um die Bewilligung eines „Ehrensolds für ältere Künstler“ und den Ankauf eines Bildes. Schließlich richtete seine Bank ein Unterstützungskonto für Mosson ein (Archiv Georg Kolbe Museum, Berlin, GK.634, Projekt „Finanzielle Unterstützung für George Mosson“). Auch Max Liebermann bemühte sich: Er bat Ende Januar 1931 das Kultusministerium, von Mosson, der sich in „bedrängtester materieller Lage“ befinde, anlässlich von dessen 80. Geburtstag ein Bild für die Nationalgalerie zu erwerben (Anke Matelowski, Die Berliner Secession 1899–1937. Chronik, Kontext, Schicksal, Wädenswil am Zürichsee 2017, S. 169). Für die Nationalgalerie kaufte das Ministerium kein Werk an, wohl aber ein Gemälde zur Ausschmückung der eigenen Diensträume. Seit Ende 1930 wurden diese Werke nicht mehr in der Nationalgalerie, sondern in einem eigenen Inventar erfasst. 1939 überwies das nationalsozialistisch umgebildete, auch umbenannte Ministerium „Herbstblumen“ sowie weitere Bilder als Werke der „Verfalls- und Judenkunst“ der Nationalgalerie zur Magazinierung (SMB-ZA, I/NG 949, Bl. 258–261). Die Bilder von Mosson (Mosessohn), in Aix-en-Provence als Sohn eines deutsch-jüdischen, in England aufgewachsenen Vaters geboren, schienen dem Kultusministerium nun nicht mehr ausstellbar zu sein. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de