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Parklandschaft

Ident. Nr.: B 57/7

ObjID: obj:968282

1952 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Carl-Heinz Kliemann (1924 -2016),
Künstler*in
Datierung
1952
Weitere Titel
Sammlungstitel: Parklandschaft
Übersetzung: Park Landscape
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 120 x 105 cm
Erwerbung
1952 Ankauf vom Künstler, Berlin (West), durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Das Gemälde „Parklandschaft“ gehört zu den frühen Ankäufen der 1949 als Kunstsammlung des Berliner Senats in West-Berlin gegründeten Galerie des 20. Jahrhunderts. Hier folgte Kliemann stilistisch noch ganz der Malweise seines Lehrers, des renommierten Brücke-Malers Karl Schmidt-Rottluff, indem er dessen farbige Flächigkeit und scharfe, schwarze Konturierung aufgriff und fortführte. Motivisch wiederholte sich der Künstler in dieser Zeit – anonymisierte Landschaften und Parks, stilisierte Bäume und Sträucher und nur am Horizont als Silhouette erkennbare Gebäude verhindern die genaue Verortung der gemalten Szene. Anstelle der noch kriegszerstörten Stadt Berlin verwies der Künstler durch das karge Geäst am Rand und den aufblühenden Baum in der Bildmitte symbolisch auf Zerstörung und wiederaufkeimendes Leben. „Parklandschaft“ ist zugleich einer der frühesten Versuche des Malers, mit Ölfarbe zu arbeiten. Damit gelingen ihm weichere Übergänge und größere Strukturtiefe als mit der bis dahin primär verwendeten Temperafarbe. | Dorothea Schöne

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson