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Hieroglyphischer Papyrus mit einem Auszug aus dem Amduat

Ident. Nr.: P 3129

ObjID: obj:976017

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieroglyphischer Papyrus mit einem Auszug aus dem Amduat
Übersetzung: Hieroglyphic papyrus with an extract from the Amduat
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 24 x 120 cm

Objektbeschreibung

Dieser hieroglyphische Papyrus enthält eine Version des Unterweltsbuches, das die Ägypter „Amduat“ genannt haben, „Buch von dem, was in der Unterwelt ist“.
Das „Amduat“ entstand im Neuen Reich und war anfangs nur für die Dekoration in den königlichen Gräbern vorgesehen, sowie in denjenigen von ranghohen Staatsbeamten. Erst ab der Dritten Zwischenzeit tauchen Belege auf Papyrus auf, die als Grabbeigabe dienten. Nun konnten auch Privatpersonen diesen Text für sich verwenden. Überwiegend wird nicht mehr der ganze Text notiert, sondern nur Auszüge mit einzelnen Nachtstunden.
Das Buch ist in zwölf Abschnitten eingeteilt, die jeweils eine der zwölf Stunden der Nacht symbolisieren. Darin wird die Barkenfahrt des Sonnengottes Re durch die Unterwelt während der Nacht thematisiert. Dabei begegnen Re diverse Probleme und Hindernisse, die er, unterstützt von Helfern, überwinden muss, um seine Fahrt vollenden und am Morgen wieder aufgehen zu können. Der Hauptgegner ist der schlangengestaltige Apophis. Für die Verstorbenen, denen der Text als Grabbeigabe mitgegeben wurde, diente er als eine Art „Reiseführer“ durch die Unterwelt.
Der hier vorliegende Papyrus enthält die 11. und 12. Nachtstunde.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).