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Wartende Schönheit

Ident. Nr.: 2009-126

ObjID: obj:978447

Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

Details (Expert)

Beteiligte
Nishikawa Sukenobu 西川祐信 (1671 - 1750),
Maler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
Genbun-Enkyo-Ära (1736-1747)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Wartende Schönheit
Übersetzung: Beauty waiting for her lover
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 78,4 x 30 cm

Objektbeschreibung

Nishikawa Sukenobu galt als der vollendetste und einflussreichste Maler der "Fließenden Welt" in Kyōto in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Durch seine große Produktivität als Buchillustrator verbreitete sich sein Ruhm auch bis nach Edo. Der Sukenobu-Stil zeichnet sich durch die dezente Eleganz seiner Figuren aus, die eher zierlich sind mit sanftem, lieblichem Gesichtsausdruck. Die hier dargestellte Schönheit trägt über einem roten Kimono mit Buschklee-Motiven ein blaues Obergewand (j. uchikake) mit Efeuranken-Mustern, die zum Teil in der Shibori-Technik gearbeitet sind. Das lässig über die Schultern abgerutschte Obergewand gibt den Blick frei auf das Hauswappen der Kurtisane, das einen Schwalbenschwanz-Schmetterling in einem Doppelkreis zeigt. Der im Farbton zum Obergewand passende, kunstvoll nach vorn gebundene Gürtel ist mit Klematis-Blüten und -Blättern dekoriert. Das mit einem feinen Pinsel und in flüssigem Stil geschriebene Aufschriftsgedicht stammt vermutlich aus der Hand der Dargestellten selbst. Es liest sich: "Ich weiß, ihn zu treffen, heißt warten. Doch seine Worte sind ein Versprechen ewiger Liebe!" (Übersetzt von F. Ehmcke und H. Yoshikawa-Geffers)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Landschaft

Landschaft

Eingebettet zwischen den monumentalen, hoch aufragenden Bergmassiven im Hintergrund und den sanften Hügeln und Baumgruppen im Vordergrund sind kleine, einfache Siedlungen zu sehen. Vereinzelte Figuren, die alltäglichen Tätigkeiten nachgehen, beleben die idyllische, ländliche Szene. Mittels haarfeiner Hanffaser-Strukturstriche sowie rhythmisch getupfter Moospunkte, die charakteristische Elemente der Literatenmalerei sind, vermochte der Künstler Plastizität und Volumenhaftigkeit der festen Erdmassen zu erzeugen. Subtile ockerbraune und hellgrüne Lavisflächen deuten auf die frühsommerliche Jahreszeit hin und verleihen der Darstellung eine wohltuende Frische. Die dezente Farbgebung evoziert zudem eine lyrische Atmosphäre. Matsumura Gekkei studierte ab 1781 die Malkunst und die Haikai-Dichtkunst beim berühmten Literatenmaler Yosa Buson (1716–1783). Im Jahre 1781 zog Gekkei von Kyoto nach Ikeda, einem kleinen Ort in der Nähe von Osaka, wo er bis 1789 blieb. Das Pseudonym Goshun legte er sich während dieser Zeit, in Anlehnung an den alten Namen Ikedas, zu. Das vorliegende Stellschirmpaar gehört zu den repräsentativsten Werken dieser frühen Schaffensperiode, in welcher der Einfluss Busons sich sehr stark bemerkbar macht. Vor allem in der Behandlung von Felsen sowie in der Charakterisierung von Figuren ist die Handschrift des prominenten Meisters deutlich erkennbar. Goshuns Tendenz zur lyrischen Bildstimmung, die ein Wesensmerkmal seines Werkes ist, tritt hier bereits deutlich zu Tage. Nach seiner Rückkehr aus Ikeda nach Kyoto in den Jahren 1788/89 trat Goshun in das Studio des äußerst populären Malers Maruyama Ōkyo (1733–1795) ein. Von Ōkyo übernahm Goshun den naturalistischen, dekorativen Malstil und verband ihn erfolgreich mit den Elementen der Literatenmalerei, die er von Buson gelernt hatte. Nach Ōkyos Tod im Jahre 1795 führte Goshun ein eigenes Studio, das sich an der Shijō-Straße in Kyoto befand und seiner Schule ihren Namen gab, der Shijō-Schule.