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Ident. Nr.: I. 3923

ObjID: obj:1520937

Details (expert)

Date(s)
1. Hälfte 17. Jahrhundert
Datierung engl.: 1st half of the 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 103,2 cm
Breite: 23,8 cm
Tiefe: 3,9 cm max.
Gewicht: 13,4 kg

Object Description

Aus mehreren Fliesen zusammengesetztes Fliesenbild. Es zeigt einen jungen Mann in einem langen blauen Gewand über einem gestreiften Hemd. Das Gewand ist mit türkisfarbenen Wolkenmustern verziert und mit einer Reihe kleiner Knöpfe geschlossen. Sein offener Kragen ist innen mit türkisfarbenem Stoff gefüttert. Als Gürtel dient eine lange gelbe Schärpe aus sehr fein plissiertem Stoff. Ebenso ist der bunte Turbanstoff gefaltet. Unter dem Gewand schauen türkisfarbene Hosen hervor; die Füße stecken in gelben Schuhen. Der junge Mann umfasst mit beiden Armen eine langhalsige Weinflasche. Oben und unten bilden Borten mit weißen Wolkenbändern und gelben Blätterranken den Abschluss.
Die Figur ist wohl Bestandteil einer höfischen Gartenszene, wie der Hintergrund mit Blumen auf einer Wiese und Blütenzweige zeigen. Derartige Wandverkleidungen mit Jagd- und Gartenszenen waren im 16.-18. Jahrhundert in den Palästen der herrschenden Safawiden in Iran sehr beliebt, wo Picknicks und Weingelage zu den höfischen Vergnügungen gehörten (vgl. I. 3924). Das Fliesenfeld ist stark ergänzt.

Last updated: 03.11.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.