Logo

Ident. Nr.: I. 1539

ObjID: obj:1522865

Details (expert)

Date(s)
9./10. Jahrhundert
Datierung engl.: 9th - 10th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 8,1 cm
Durchmesser: 8,5 cm
Wandungsstärke: ca. 0,3 cm

Object Description

Zylindrischer Becher aus grünem Glas: die Wandung wird durch mehrere gezwickte, etwas diagonal verzogene doppelte Kammlinien in neun etwa gleichgroße Abschnitte unterteilt. Jeder umfasst eine ebenfalls vertikal angelegte, stilisierte Inschrift im Kufi-Duktus. Das erste Wort könnte als Allah zu lesen sein; das Weitere ist unleserlich. Der Dekor wurde mit einer Zange in das noch heiße Glas gezwickt, was einer großen Verarbeitungsgeschwindigkeit bedurfte. Um 1000 wurden Inschriften auf Gläsern oder auf Keramiken häufig vertikal geschrieben.
Zylindrische Becher mit gerader Wandung und flachem Boden sind im 9. bis 10. Jahrhundert weit verbreitet und gehen nicht auf antike Vorbilder zurück. Dass sie zum Trinken benutzt wurden, kann Inschriften auf Vergleichsbeispielen entnommen werden. Allerdings konnten sie auch für andere Zwecke verwendet werden, etwa als Lampe.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.