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Ident. Nr.: I. 3594

ObjID: obj:1526819

Details (expert)

Date(s)
Ende 14. Jahrhundert
Datierung engl.: late 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 31 cm
Durchmesser: 23 cm
Gewicht: 1600 g

Object Description

Getriebener Kerzenständer aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und silber- und goldtauschiertem Dekor. Der kleine Leuchter hat eine kegelförmige Basis, eine leicht einfallende Schulter, auf der ein zylindrischer Hals mit kegelförmigem Aufsatz steht. Der Leuchter ist untypisch klein, während seine Form jedoch den üblichen Leuchtern entspricht. Die Basis zeigt drei Schildwappen, die auf einem Grund von üppigen Palmettkompositionen und Phantasieblüten liegen. Diese sind kleinteilig und detailreich mit Silber tauschiert. Auf dem Hals ist entgegen ägyptisch-mamlukischer Konventionen eine Gruppe von Laubbäumen aufgereiht. Dies und die ungewöhnliche Größe sind wohl dem Geschmack des Empfängers geschuldet. Das Wappen mit dem Kreuz ist tatsächlich einer venezianischen Familie zuzuordnen, die über Generationen Seehandel mit dem Mamlukenreich getrieben hat.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Last updated: 23.09.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.