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Ident. Nr.: I. 4889

ObjID: obj:1527106

Details (expert)

Date(s)
686 - 715
Datierung engl.: late 7th - early 8th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Nizamabad,
Ort
Dimensions
Höhe: 75 cm
Breite: 39 cm

Object Description

Fuß und Unterschenkel eines nach rechts gewandten Reiters aus Stuck. Der Reiter trug eine Hose, die bis über die Ferse reicht und mit einem Zierband besetzt ist. Das Zierband besteht aus zwei horizontalen und einem vertikalen Streifen mit doppelten Perlreihen und ist am Schnittpunkt über dem Außenrist mit einer Rosette aus vier Herzen verziert. Der Schuh bestand aus weichem Leder ohne Sohle und ist nur teilweise erhalten. Über dem oberen Zierband ist das wadenlange Gewand erhalten. Es lassen sich schwache rote Farbspuren erkennen. Vgl. I. 4884 und I. 4890.
Das Fragment gehört zu einer großen Zahl an Stuckfunden aus dem Ort Nizamabad, der südlich von Rayy (Iran) lokalisiert wird und wo Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhundert offenbar umfangreiche Raubgrabungen stattfanden. Es sind unter anderem lebensgroße, halb lebensgroße und kleinere Reiterfriese gefunden worden.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.