Logo

Ident. Nr.: I. 3624

ObjID: obj:1911210

Details (expert)

Date(s)
16./17. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th - 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 15 cm
Durchmesser: 21 cm
Gewicht: 1200 g

Object Description

Getriebener und genieteter Helm mit graviertem/ziseliertem und vergoldetem Dekor. Der halbkugelförmige Helm ist über einem glatten Stirnband mit Gabelblattranken verziert, die so angeordnet sind, dass sich kartuschenartige Felder ergeben. Die Helmspitze ist lanzenspitzenförmig gestaltet; der Aufsteckschuh schließt flach mit einem Perlkranz ab. Die beiden Federhülsen, in denen Agraffen befestigt werden konnten, sind sehr eng beidseitig des Nasenschutzes angenietet. Dessen oberes und unteres Ende sind als breite Medaillons gearbeitet, die beide mit vergoldeten Blüten verziert sind. Die vierzipfelige Brünne (Hals- und Nackenschutz) ist aus feinen Ringen in zwei Farben gearbeitet und in einem Zickzackmuster angeordnet.
Derartige Helme waren innen leicht ausgepolstert und wurden über einem eng gewickelten Turban getragen.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.