Logo

Ident. Nr.: 1935,198

ObjID: obj:1937470

Details (expert)

Date(s)
Anfang 19. Jahrhundert
Datierung engl.: early 19th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Provenance
Wilhelm Elvers, Wiesbaden (Teppichhaus Elvers & Pieper),
429271
Übereignung: Dresdner Bank, Filiale Wiesbaden,
bis 15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
ab 15.8.1935
Dimensions
Höhe: 185 cm
Breite: 112 cm
Acquisition
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Wilhelm Elvers, Wiesbaden

Object Description

Vollständiger Nischen-Teppich. Ein schmales grüngrundiges Rechteck mit einem abgetreppten Nischengiebel bildet das Mittelfeld. Es ist mit einem mehrteiligen Blütenmedaillon gefüllt, über dem eine Moscheeampel (?) hängt. Das Zwickelfeld ist mit Nelkenformen und breiten Lanzettblättern gefüllt, die Querbänder mit einfachen Wolkenbändern. Die Hauptbordüre besteht aus sieben schmalen Streifen, in denen abwechselnd rote Blumen auf weißem Grund bzw. weiße Blumen auf rotem Grund übereinander angeordnet sind. Die Nebenbordüren zeigen eine umlaufende Blattranke innen sowie aneinandergereihte Oktogone außen. Der Teppich wird der westanatolischen Stadt Gördes zugeordnet.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.