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Ident. Nr.: KtO 245

ObjID: obj:2006274

Details (expert)

Date(s)
201 - 500
Datierung engl.: 3rd - 5th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 25,7 cm
Breite: 28,4 cm
Tiefe: 10,5 cm

Object Description

Kopffragment eines Reitpferdes von einem großformatigen Hochrelief aus Stuck. Vom Kopf sind Halsansatz, Kieferbogen, Mähnenlocken, Ohr und Augenansatz erhalten. Das Pferd ist mit einem üppig dekorierten Zaumzeug ausgestattet, welches unterhalb des Ohres von einer mit einem Perlkreis dekorierten Zierscheibe gebündelt wird. Die Details sind sorgfältig ausgearbeitet und lassen die verbindenden Metallglieder und die mit Perlen besetzten breiten Lederstreifen erkennen. Das repräsentative, frei modellierte Stuckrelief einer Wandverkleidung dürfte einen reitenden sasanidischen Großkönig oder einen hohen Würdenträger wiedergegeben haben, möglicherweise in einer Jagd- oder Prozessionsszenerie. Das Einzelfragment wurde bei den Ausgrabungen in einem Sondageschnitt im Palast von Ktesiphon geborgen und lässt sich keinen anderen Fragmenten im Bestand der Grabungsfunde zuordnen.

Last updated: 24.08.2026

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Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.