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Statuette des menschengestaltigen und Ibisköpfigen Gottes Thot

Ident. Nr.: ÄM 13994

ObjID: obj:591018

Details (expert)

Date(s)
Spätzeit (Ägypten)
Additional titles
Collection title: Statuette des menschengestaltigen und Ibisköpfigen Gottes Thot
Translation: Figurine of the Ibis-Headed God Thoth Pouring a Libation
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 12,3 x 2,9 x 5,1 cm

Object Description

Die beiden Figuren ÄM 2420 und ÄM 13994 gehören aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe zwar nicht zu derselben Figurengruppe, sind aber beide Akteure in einer bekannten und wichtigen Szene im Krönungsritual des Königs. Der regierende Herrscher wird nach altägyptischer Vorstellung vom führenden Reichsgott ausgewählt und in sein Amt eingesetzt. Dazu erhält er nicht nur die Doppelkrone der beiden Landesteile Ägyptens, sondern wird auch im Krönungsritual mit heiligem Wasser besprengt. Dies wird in der Regel von den Göttern Horus und Thot ausgeführt, die dabei – wie in diesen Statuetten – spezielle Libationsgefäße halten und die Flüssigkeit über den, in dieser Gruppe nicht mehr vorhandenen König ausgießen. Der falkenköpfige Gott Horus ist als Sohn und Nachfolger des Osiris ein mythischer Herrscher Ägyptens, der mit diesem Ritus seinen irdischen Nachfolger einsetzt. Der ibisköpfige Thot ist der Gott der Weisheit, durch dessen Beistand der neue König gerecht regieren kann.
(O. Zorn)

Last updated: 23.09.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

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Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)