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Restaurierungstele über den Bau einer Umfassungsmauer um den Tempel von Heliopolis, mit der Darstellung des opfernden Königs vor Re-Harachte

Ident. Nr.: ÄM 1634

ObjID: obj:759450

Details (expert)

Creator/Entity
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Date(s)
Thutmosis III
Datierung engl.: Thutmose III
Additional titles
Collection title: Restaurierungstele über den Bau einer Umfassungsmauer um den Tempel von Heliopolis, mit der Darstellung des opfernden Königs vor Re-Harachte
Translation: Stela with a representation of the king Thutmose III offering to the god Ra-Horakhty
Geographical references
Material / Technique
Kalkstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 106,5 x 64 x 13,5 cm

Object Description

Die Stele weist einen rechteckigen Körper mit rundbogenförmigem Abschluss auf. Das Giebelfeld ist durch die bogenförmig verlaufende Himmelshieroglyphe eingerahmt. Darunter befindet sich eine geflügelte Sonnenscheibe als symbolischer Verweis auf den Sonnengott sowie als ikonographischer Bezug zum ägyptischen Königtum. Das obere Bildfeld umfasst eine Verehrungsszene, die König Thutmosis III., bekleidet mit einem kurzen Schurz und der oberägyptischen Krone, bei der Darbringung eines Opfers für den auf der rechten Seite positionierten, falkenköpfigen Sonnengott Re-Harachte zeigt. Die Opferspende besteht aus einem Tablett mit vier Nemset-Krügen, die im Kultgeschehen zum Ausgießen von Wasser verwendet wurden. Der darunter befindliche Text beginnt mit einer Datumsangabe, durch welche dokumentiert ist, dass die Stele in das 47. Regierungsjahr des Königs datiert. Darunter folgt eine Aufzählung von königlichen Bauarbeiten am Tempelbezirk von Heliopolis, insbesondere der Errichtung der Tempelumfassungsmauer. Das untere Ende der Stele ist abgebrochen, sodass nur die ersten vier Textzeilen erhalten geblieben sind.
(A. Herzberg)

Last updated: 23.09.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

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Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)