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Statuette einer Frau mit Kind

Ident. Nr.: ÄM 14371

ObjID: obj:763955

Details (expert)

Creator/Entity
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Date(s)
frühere Datierung: Byzantinische (Koptische) Zeit
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 16,9 x 6,1 x 2,6 cm

Object Description

Die Modellierung der flachen Terrakotte wird vor allem durch die kräftige Bemalung umgesetzt. Erkennbar ist eine Frau mit einem Kind in ihrem linken Arm, das sich an ihr festhält. Die Art der aufgemalten Bekleidung wird unterschiedlich gedeutet: Entweder konnten ein kurzärmliges Untergewand und ein weißer Überhang oder eine langärmelige Tunika, die am unteren Saum die schrag schraffierten Gewandpartien des Untergewandes freigibt, gemeint sein. Diese Schraffur soll eine Sitzposition mit auseinandergestellten Beinen
andeuten. Das eckige Gesicht der Frau wird von den überproportional großen Augen dominiert. Die kurzen diagonalen Striche am Kopfende konnten einen Kranz oder auch zusammengebundenes Haar imitieren.
J. Helmbold-Doyé

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)