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Klinge ("Rasiermesser")

Ident. Nr.: ÄM 22514

ObjID: obj:769448

Details (expert)

Creator/Entity
Ägyptisches Museum Leipzig (1840),
Vorbesitzer*in
Ernst von Sieglin (1848–1927),
Mäzen*atin
Date(s)
1.–2. Dynastie (Frühzeit -> Ägypten)
Geographical references
Material / Technique
Feuerstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 7,3 x 2,5 x 0,6 cm

Object Description

In der 1. Dynastie häufen sich die Belege von Schneidgeräten, die aufgrund ihrer Form, Größe und des verwendeten Rohstoffes bereits als "normierte" Klingengeräte eingestuft werden können. Diese häufig in der Literatur als "Rasiermesser" oder "Rechteck-Klingen" angesprochenen Geräte sind, wie dies T. Hikade nachweisen konnte, in Spezialwerkstätten gefertigt worden und wurden im gesamten Land gehandelt. Die Funktion dieser Geräte ist uns unterdes nicht bekannt. Zwar ist eine Verwendung für die Hygiene durchaus denkbar, doch waren diese Klingen in erster Linie als Schneid- und Schabgeräte vielseitig einsetzbar.
R. Kuhn

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)