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Bildnis Hans Purrmann

Ident. Nr.: B 64/33

ObjID: obj:961723

1954 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Emy Roeder (1890 - 1971),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1950/1951
Additional titles
Collection title: Bildnis Hans Purrmann
Translation: Portrait of Hans Purrmann
Provenance
im Besitz der Künstlerin,
1954
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 26 x 21,5 x 21,5 cm
Acquisition
1954 Ankauf von der Künstlerin, Mainz, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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Indianische Mythen

Indianische Mythen

Der in Basel geborene Künstler lebte ab 1929 in Paris, wo er seine künstlerische Ausbildung fortsetze. Er verkehrte im Kreis der Surrealist*innen und wurde bald Mitglied dieser Gruppe. Eine seiner vielen Reisen führte ihn 1938 an die Nordwestküste von British Columbia. Als erster surrealistischer Künstler beschäftigte er sich mit der Mythologie der indigenen Bevölkerung in Kanada. Hiervon sowie u. a. von Totentanzdarstellungen angeregt, reicherte er seine Ikonografie mit mythologischen Anspielungen an. Aufgrund seiner jüdischen Wurzeln von den Nationalsozialisten verfolgt, emigrierte Seligmann nach Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 in die USA. Für seine dritte Einzelausstellung in der New Yorker Durlacher Bros. Gallery 1946 entstanden 15 Gemälde, darunter auch die figurative Darstellung „Indianische Mythen“. Wie in vielen seiner Gemälde setzt er sich hier mit geisterhaften Fantasiegestalten auseinander, die sich im Tanz oder Kampf begegnen. Zwei gesichtslose, vielgliedrige Wesen bewegen sich vor grün-braun verwaschenem Hintergrund. Ihre Gewänder aus wallenden, bunten Tüchern akzentuieren ihre Bewegungen. Zeitlebens hatte Seligmann großes Interesse an Magie und Okkultismus und trug über die Jahre eine bedeutende Bibliothek zu diesen Themen zusammen. Als dieses Gemälde entstand, schrieb er zudem an einem Buch zur Ideengeschichte der Magie verschiedener Kulturen von der Antike über das europäische Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert, das 1948 erscheinen sollte (The Mirror of Magic. A History of Magic in the Western World). | Lisa Hackmann

Ohne Titel

Ohne Titel

Domínguez schuf eine Reihe traumartiger Landschaften, in denen er verschiedene surrealistische Bildmotive miteinander vereinte. Sein 1935 entstandenes Gemälde zeigt eine nackte menschliche Figur, deren Oberkörper baumartig verwachsen ist. Beide Hände münden in ein spitz zulaufendes Gerät, was den Eindruck erzeugt, als ob die Gestalt die vor ihr liegende glatte Meeresoberfläche pflüge und so unheilvolle Wellen hervorbringe. Hinter ihr verschmelzen tierische, menschliche und pflanzliche Elemente zu einer hoch emporragenden, grotesken Felsenlandschaft, die von einem auskragenden, nach links strebenden Stier angeführt wird. Diese dynamische Hybridgruppe, welche an Max Ernsts fliegende, bösartige Fabelwesen erinnert (vgl. „Die Erwählte des Bösen“, B 893), manifestiert sich vor einem entleerten Horizont, der wiederum mit den wie von indirektem Licht illuminierten Hintergründen Yves Tanguys (vgl. „Surrealistische Komposition“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch) korrespondiert. Auch tritt zwischen einer Wolkenformation eine ausgestanzte Figurenform hervor, wie sie von René Magrittes Werken bekannt ist. Zwar galt Domínguez unter den Surrealisten vor allem als Eklektiker, die erstmals von ihm angewendete Décalcomanie wurde jedoch in die „Geheimnisse der surrealistischen Zauberkunst“ aufgenommen (André Breton, Oscar Dominguez. Vom Bilderabziehen ohne vorgefaßtes Thema, 1936, in: ders., Der Surrealismus und die Malerei, Berlin [West] 1967, S. 135). Diese Technik, bei der zwei mit Farbe bedeckte Blätter aufeinandergepresst werden und so zufällige fantastische Landschaften entstehen lassen, wurde von vielen Surrealisten übernommen. | Irina Hiebert Grun

Métamorphose

Métamorphose

Im vorliegenden Bild scheint es grundsätzlich um die vier Elemente (vgl. „Les quatre éléments“, WVZ Ades/Masson 2010, 1924*39) zu gehen, deren „Umwandlung“ ineinander vorgeführt wird: Die gelbe Erde wirft sich zum Berg auf, aus einer angedeuteten Vulkanöffnung steigt Qualm zum blauen Himmel; aus einer weißen Sonne wirbeln tränenartige Tropfen zum gischtigen Meer, von wo rote und blaue Wellenlinien an Land branden. Zwischen Himmel und Erde stehen zwei erratische braune Flecken. Sie erscheinen fast identisch in „Piments“ und „Les Piments et le jardinier“ (WVZ 1927*35, *36). Die Benennung als „Nelkenpfeffer“ (mittellateinisch „pimentum“: Farbstoff, Balsam, Spezerei) passt auf gewisse Weise zu der Tatsache, dass die Flecken hier als geschmackgebende Kristallisationspunkte der Komposition funktionieren. Ähnlich kann der Punkt links unten zwischen Meer und Strand als Pfefferkorn, als pikanter Keim einer künftigen Entwicklung gelesen werden. Die halbkristalline Form unten in der Mitte stellt möglicherweise eine Muschel dar (vgl. „Le Coquillage“, WVZ 1928*5). Weitere Linien bilden eine menschliche Hand und einen Fuß. Masson hat seine metamorphotische Malerei mit den Worten beschrieben: „[…] eine Welt aus Flugbahnen und Abrissen (trajectoires/déchirements), ein Wetterleuchten von Kielwässern und Spuren (sillages/traces), ein Wechsel von Aufschwüngen und Abstürzen (élans/chutes) und ein Kommen und Gehen von Erscheinungen und Verlöschungen (apparitions/disparitions)“ (André Masson, Le Plaisir de peindre, Nizza 1950, zit. nach WVZ, Band 2, S. 329). | Kyllikki Zacharias

Junger Mann mit klopfendem Herzen

Junger Mann mit klopfendem Herzen

Den Sommer 1944 verbrachte Ernst bei Julien Levy, einem befreundeten, auf Surrealismus spezialisierten Galeristen, in Great River auf Long Island (New York). Hier entstanden insgesamt neun Skulpturen in verschiedenen Ausführungen sowie ein Schachspiel mit zum Teil ähnlichen, stark reduzierten Formen. Jürgen Pech zufolge fertigte Ernst den „Jungen Mann mit klopfendem Herzen“ zunächst als Gipsguss (Sammlung Würth, Künzelsau; vgl. Jürgen Pech, Max Ernst. Plastische Werke, Köln 2005, S. 59). Durch das Ineinanderstellen zweier Eimer ergaben sich in den Zwischenräumen die rund gebogenen Beine. Der Rumpf entstand in einer leicht verformten Metallkiste, in die der Künstler auf Herzhöhe einen Löffel drückte, bevor der Gips erstarrte. Mit weiteren einfachen Formen schuf Ernst den langen Hals und das nach innen gewölbte Gesicht. Es existieren insgesamt sechs Bronzegüsse nach diesem Gips (unter anderem im Max Ernst Museum, Brühl) sowie eine aus Mahagoni geschnitzte Version (Menil Collection, Houston). Eine jener Figuren stellte Ernst später auf das Fenstersims im ersten Stock seines ab 1955 bewohnten Hauses im französischen Huismes, wodurch sie auch den Titel „Sauteur du mur“ („Mauerspringer“) erhielt. 1944 schuf der Künstler noch eine ähnlich gestaltete, aus Gips gegossene Frauenfigur (zerstört, WVZ Spies/Metken 5, 1987, 2467), die – anders als der breitbeinig wie ein Cowboy dastehende „Junge Mann“ – mit langem Rücken zurückgelehnt saß. | Kyllikki Zacharias

Gefieder

Gefieder

Bereits als Zwölfjähriger entwickelte Paalen eine Leidenschaft für Geistergeschichten und Hellseherei. Nach einem einjährigen Besuch der Kunstschule von Hans Hofmann in München zog er 1929 nach Paris. 1933 wurde er Mitglied der Gruppe Abstraction-Création. 1935 nahm ihn André Breton in den Kreis der Surrealisten auf, die sich schon seit ihren Anfängen für spiritistische Fragen interessierten. In den darauffolgenden Jahren beteiligte sich Paalen an ihren wichtigsten Ausstellungen in London („International Surrealist Exhibition“, New Burlington Galleries, 1936), New York („Fantastic Art, Dada, Surrealism“, The Museum of Modern Art, 1936/1937) und Paris („Exposition internationale du surréalisme“, Galerie des Beaux-Arts, 1938). 1938 entstanden mehrere Hauptwerke, zu denen auch das vorliegende Gemälde gehört: In „Gefieder“ ebenso wie in „Orpheus“ und „Kampf der saturnischen Prinzen II“, „Magnetische Gewitter“ und „Himmelskrake“ (WVZ Neufert 1999, 1938.03, 1938.22, 1938.08, 1938.07) hat Paalen animalisch-vegetabile Figurationen entworfen, die von der Erde in den Himmel aufsteigen. Mithilfe der von ihm erfundenen Technik der Fumage (Malereien mit dem Rauch einer Kerze) verlieh er ihnen den Charakter spukhafter Epiphanien. Die Formen dieser totemistisch durchsetzten Gebilde (vgl. „Totemistische Landschaft“, 1937, WVZ Neufert 1999, 1938.04) stehen in formaler Nähe zu einer weiteren, 1938 von Paalen erfundenen Technik, der sogenannten Encrage (von „encre“, Tinte): Nasse Tinten- oder Gouachekleckse werden durch Pusten über das Papier geschoben, wodurch sich bizarre Formen ergeben. | Kyllikki Zacharias

La grande Dame

La grande Dame

Ab Juli 1936 befand sich Spanien im Bürgerkrieg. Bevor Masson im November Tossa del Mar an der Costa Brava verließ, wo er zwei Jahren lang gelebt hatte, waren dort wieder Sandbilder entstanden (vgl. „Der Jäger“, B UHP 95/13). Motiv und Material des vorliegenden Bildes weisen auf das Meer als leben- und todbringendes Element hin. Zusammen mit den beiden vorausgegangenen Sandbildern „Brocéliande“ und „Empédocle“ (WVZ Ades/Masson 2010, 1937*22, *23) ergibt sich eine inhaltliche Einheit: Eine Waldfee und eine Wesenheit des Meeres flankieren Empedokles, den Philosophen, der sich in den Ätna stürzte. Brocéliande ist ein Zauberwald in der Bretagne, in dem nach der Artus-Legende die „Dame vom See“ Viviane den Zauberer Merlin in einen Weißdornbusch bannte. Empedokles war der Denker der vier Urstoffe („Rhizomata“), die sich durch Liebe und Feindschaft trennen und verbinden und so alles Existierende hervorbringen. Für Friedrich Nietzsche war er der Prototyp des „tragischen“ Menschen, der sich dem „wissenschaftlichen“ Sicherheitsdenken verweigert. Nietzsche sah den Sprung in den Krater nicht als Kapitulation, sondern als Ausdruck des Willens zum „großen Ja“, zum schöpferischen Leben bis in den persönlichen Untergang an (vgl. Friedrich Nietzsches „Schopenhauer als Erzieher“ von 1874). Die „Große Dame“ mit Vogelfedern, Muschel, Strandsand und Totenkopf verkörpert in diesem Sinne die zyklische und fruchtbare Verwobenheit der vier „Wurzeln“: Erde, Wasser, Feuer, Luft. | Kyllikki Zacharias

Blumenverkäuferin / Lilienverkäuferin

Blumenverkäuferin / Lilienverkäuferin

Zu Beginn der 1920er-Jahre erlangte Rivera Bekanntheit mit seinen großformatigen Wandbildern in öffentlichen Gebäuden von Mexiko-Stadt, in denen er die Ideale der mexikanischen Revolution darstellte. Während er dafür meist imposante Erzählungen entwarf, wie in seinem zwischen 1929 und 1935 ausgearbeiteten Fresko über die Geschichte Mexikos im Nationalpalast, stellte er in seinen Tafelbildern, Zeichnungen und Illustrationen vorrangig Einzelfiguren dar. Dieses Aquarell zeigt eine barfüßige Frau in traditioneller farbenfroher mexikanischer Tracht, die ein überbordendes Bündel Calla-Lilien auf dem Rücken trägt. Das Motiv malte Rivera erstmals 1923/1924 in seinem Fresko „El aire y el agua“ (Die Luft und das Wasser) in der Universidad Autónoma de Chapingo. Es findet sich erneut in seinem Leinwandgemälde „Día de Flores“ (Tag der Blumen) von 1925 (Los Angeles County Museum of Art), mit dem er im selben Jahr auf der panamerikanischen Ausstellung in Los Angeles den ersten Akquisitionspreis gewann. Einige der Tafelbilder mit Blumenverkäuferinnen schuf Rivera für Sammler*innen, die harmlose Sujets mit folkloristischer Thematik bevorzugten. Der Maler wurde wiederholt dafür kritisiert, dass er als überzeugter Kommunist viele solcher kommerziellen Aufträge annahm, auch von US-amerikanischen Großkapitalisten. Irritierend ist auch, dass der Künstler die indigenen und mestizischen Lilienverkäuferinnen anonymisiert darstellte, mit gesenktem Blick, im Profil oder in Rückenansicht, wohingegen die Callas häufig schmückendes Beiwerk in Porträts von überwiegend weißen Frauen der höheren Gesellschaft sind, die die Betrachtenden offen und selbstbewusst anblicken. | Irina Hiebert Grun

Brustbild einer Frau

Brustbild einer Frau

Oppenheim war 18 Jahre alt, als sie 1932 das Gymnasium verließ und nach Paris fuhr, um Künstlerin zu werden. Bald bewegte sie sich dort im Kreis der Surrealisten und nahm an deren Ausstellungen teil. Sie fühlte sich der Gruppe aber nie zugehörig. In jener Zeit wurde sie zur Muse und zur Erotik-Ikone der Surrealisten durch Man Rays Fotografien „Érotique voilée“ (um 1933), auf denen die Künstlerin nackt hinter dem Rad einer Druckpresse posiert. Ihr größter Erfolg, ihr Werk „Frühstück im Pelz“ (1936; The Museum of Modern Art, New York), wurde zum Symbol weiblicher Sexualität und zum surrealistischen Objekt par excellence. Meret Oppenheim wollte sich aber weder als „Fee“ verharmlosen noch auf ihre soeben erwähnte „Pelztasse“ reduzieren lassen, sie wollte als Künstlerin ernst genommen werden. In über fünfzig Schaffensjahren legte sie ein vielschichtiges und rätselhaftes Werk vor, das kaum eine Klassifizierung ermöglicht: Es reicht von Malerei über Zeichnung und Dichtung bis zu Objektkunst, Schmuck, Möbel- und Modedesign. Sie ließ sich in nichts einschränken und nahm sich die Freiheit, genreübergreifend tätig zu sein. Im „Brustbild einer Frau“ hat Oppenheim durch zwei offene Linien und zwei Kreise die klaren Umrisse einer weiblichen Gestalt gezeichnet. Mit minimalen Mitteln schuf sie eine gesichtslose Figur, die das archetypische Weiblichkeitsattribut vor Augen führt. „Brustbild“ ist nämlich, wie vieles bei der Künstlerin, doppeldeutig gemeint: als Bildgattung und wortwörtlich als demonstrative Darstellung. | Francisca Cruz

Die verkaufte Braut

Die verkaufte Braut

Der Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Bildhauer Soriano schuf während seiner über sechzig Jahre andauernden Karriere unzählige Kunstwerke in einem sehr persönlichen expressiven Stil und von erstaunlich unterschiedlichem Ausdruck. In den 1940er-Jahren malte er narrative, surrealistische Szenen, die sich durch ihre Theatralisierung sowie eine geheimnisvolle Bildsprache, auszeichnen wie in dem Werk „Die verkaufte Braut“. Dessen Thema lehnt sich an die gleichnamige, 1866 uraufgeführte Oper von Bedřich Smetana und Karel Sabina an, in der eine Liebesgeschichte in bäuerlichem Umfeld erzählt wird: Ein Mädchen und ein Junge lieben sich, aber die Eltern der jungen Frau planen eine Zweckehe für diese. Soriano übertrug die Handlung in das ländliche Mexiko und malte eine Szene mit hohem oneirischen Gehalt und versteckter Symbolik. Die unglückliche Braut teilt sich die Bildmitte mit einer nackten Frau, die wahrscheinlich eine Traumvorstellung ihrer Befreiung symbolisiert. Rechts von ihr hält ihr eine weitere Frau einen Spiegel vor, der ihrem verschleierten Gesicht einen Totenkopf zurückwirft. Das kniende Mädchen links und der Junge im Vordergrund stehen für die soziale Herkunft der Braut und scheinen eine versteckte Botschaft ins Bild zu bringen, denn das Mädchen bietet in ihrer Hand ein Opfer dar, und der Junge, der den „Stier bei den Hörnern zu packen“ versucht, schafft es nur noch, das Tier an der Zunge zu fassen: Die „verkaufte Braut“ kann ihr Schicksal nicht in die eigenen Hände nehmen. | Francisca Cruz

Hand mit drei Figuren

Hand mit drei Figuren

Erzogen im Glauben der Quäker änderte Penrose seinen Lebensstil schlagartig, als er 22-jährig nach dem Abschluss seines Architekturstudiums in Cambridge nach Paris ging, um Malerei zu studieren. Nachdem er sich dort einen postkubistischen Kunststil angeeignet hatte, experimentierte Penrose bereits ab 1926 unter dem Einfluss von Max Ernst mit den surrealistischen Techniken der Frottage und Collage. Er wirkte überdies als Kunsthistoriker, Autor, Galerist, Kunstförderer und Sammler. Als Kurator organisierte Penrose die wegweisende „International Surrealist Exhibition“ 1936 in London. Bevor er zum Hauptvertreter des Surrealismus in England wurde, war er jedoch noch 1934 neue künstlerische Wege gegangen, die sich stilistisch an die Arbeiten der Gruppe Abstraction-Création anlehnten. Vielleicht ist deshalb das um 1934 entstandene Werk „Hand mit drei Figuren“ ein eher abstraktes Bild mit einem surrealistischen Bezug. Vor einer bewölkten Nachtlandschaft mit Vollmond sind drei abstrakte Figuren und eine auf einem Sockel montierte schwarze Handplastik zu sehen. Während die abstrakten Gestalten eine männliche und zwei weibliche Figuren darzustellen scheinen, bezieht sich die Plastik direkt auf ein „objet trouvé“, das zur Wunderkammer der surrealistischen Sammlung von Penrose gehörte. Der Vollmond, der mit dem Kopf der roten männlichen Figur korrespondiert, liefert einen weiteren Hinweis auf den surrealistischen Inhalt des Bildes. | Francisca Cruz