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Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)

Ident. Nr.: P 9287/F

ObjID: obj:1028194

Details (Expert)

Beteiligte
Adolf Erman (1899),
Käufer*in
Datierung
Genauer: Anfang 11. Jh.
Weitere Titel
Sammlungstitel: Koptisches Papier mit geistlichen Liedern (Doppelblatt aus einem Kodex)
Übersetzung: Coptic paper with spiritual songs (double sheet from a codex)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 16 x 13,5 cm

Objektbeschreibung

Dies ist eines von elf Doppelblättern aus einer Schrift mit geistlichen Liedern. Das Papier stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und ist in koptischer Sprache und Schrift beschrieben. Es handelt sich um geistliche Lieder nach dem Hohelied, den Sprüchen Salomons und dem Prediger aus dem Alten Testament. Die einzelnen Gedichte bestehen aus vier Zeilen, einem großen Anfangsbuchstaben und der Angabe der Melodie über der ersten Zeile.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).