Sans titre
Ident. Nr.: SSG 255
ObjID: obj:1065520
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1920
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Sans titreOhne TitelÜbersetzung: Untitled
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Tusche auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 26,8 x 21,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065520
Objektbeschreibung
Während eines Kuraufenthaltes 1918 in der Schweiz nahm Francis Picabia mit dem von Hans Arp, Hugo Ball und Tristan Tzara begründeten Züricher DADA-Kreis Kontakt auf, der großes Interesse an seinen 1917 erstmals in der Zeitschrift „391“ publizierten mechanomorphen Zeichnungen zeigte. Eine besonders enge Zusammenarbeit entwickelte sich daraufhin mit Tzara, dem französischen Schriftsteller rumänischer Herkunft und Sprecher der Gruppe. Auf Drängen Picabias reiste dieser 1920 zu ihm nach Paris, wo die beiden gemeinsam durch Zeitschriften, Manifeste und öffentliche Auftritte im Theater des Maison de l’Œuvre die DADA-Bewegung in der französischen Hauptstadt etablierten. Dem Künstlerfreund widmete Picabia eine Zeichnung aus der Reihe seiner Maschinenbilder: von der Reklamewelt inspirierte, fiktive Apparaturen, zu Umrisslinien und Schablonen verfremdete Formfantasien, die er aus technischen Geräten entlehnte. Die in die labile Konstruktion integrierten, räderartigen Scheiben lösen Bewegungsimpulse aus, symbolisieren schwungvollen Wandel, das Zerstörende der maschinellen Dingwelt und zugleich das utopische Überschreiten der den Menschen auferlegten Grenzen. Zudem wird die Mechanomorphie, die menschenähnliche Maschine, zur Metapher erotischer Assoziationen. | Hanna Strzoda
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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