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Großer Kronleuchter, Modell 111

Ident. Nr.: 1906,199

ObjID: obj:1632618

Details (Expert)

Beteiligte
Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Datierung
1768 (Modell)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: ca. 150 x 120 cm

Objektbeschreibung

In zwei Etagen ordnen sich metallische Leuchterarme, die mit insgesamt 21 Kerzen-Tüllen und zahlreichen Blüten aus Porzellan bestückt sind. Unten um den Schaft gruppieren sich vier sich wiederholende (sitzende) weibliche Figuren. Sie stellen die Personifikation des Ruhmes dar, die Fama, die mit ihrer Posaune den Nachruhm verbreitet. Darüber vier kleine Putten (Kinderfigürchen) mit Blumen in den Händen.
Der Kronleuchter endet unten in einem großen korbähnlichen Zapfen, die Hängevorrichtung oben wird durch Palmblätter und eine Ananas kaschiert.
König Friedrich II. gab eine Leuchterkrone nach diesem Modell in Auftrag, dem weitere folgten.
Als Geschenke gingen mehrere Kronleuchter an verschwägerte Höfe, z.B. nach Ansbach, Braunschweig und Amalienburg.
Deckenleuchter aus Porzellan wurden selten zu einer umfänglicheren Raumausstattung verwendet und nur als Einzelstücke bestellt. Sie bildeten eine Ausnahme bei den Porzellanprodukten der Manufaktur. Häufiger waren Leuchter aus Metall oder Glas.

Letzte Aktualisierung: 13.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .