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Reliquienostensorium aus dem Welfenschatz

Ident. Nr.: W 35

ObjID: obj:1819230

Details (Expert)

Datierung
Ende 14. Jahrhundert
Abweichende Datierung: Elfenbeinreliefs: 3. Viertel 14. Jahrhundert
Abmessungen
Objektmaß: 27,1 x 9,7 x 9,3 cm

Objektbeschreibung

Die beiden Elfenbeinreliefs mit der Darstellung der Verkündigung an Maria und der Kreuzigung Christi wurden zu Seiten eines sechsseitig gearbeiteten, von einem hohen Turmaufsatz bekrönten zylindrischen Schaugefäßes in der Art feststehender Altarflügel sekundär wiederbenutzt. Sie flankieren an dieser Stelle zwei schlanke rundbogige Fenster mit Hornverschluss, hinter denen Reliquien verwahrt wurden. Das handwerklich äußerst schlicht gearbeitete Reliquienostensorium ruht auf einem vierpassförmigen Fuß, zwischen dessen Passfeldern sich kräftige Zwickelsporne befinden. Der Schaft des Ständers ist durch einen ellipsoidförmigen Nodus gegliedert.
Die senkrechten Randstege der sorgfältig geglätteten Rückseiten beider Elfenbeinplatten sind ungleichmäßig beschnitten, woraus auf die Zweitverwendung der Werke an diesem Ostensorium zu schließen ist. Wahrscheinlich zierten beide Reliefs ursprünglich die Außenseiten von Schreibtäfelchen, wie die zur Aufnahme von Wachs geeigneten flachen Umrahmungen an den Rückseiten der Platten vermuten lassen. LL

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Große Kettenflasche mit Schraubdeckel und aufgelegtem stark plastischem Dekor. Die seitlichen Handhaben sind als Hundeköpfe ausgebildet. Auf der Vorderseite des Flaschenbauches sitzt das große brandenburgische Staatswappen, darüber, an der Kante zum eingezogenen Flaschenhals, der brandenburgische Kurhut. Pendent zur Kettenflasche Inv. Nr. S 508.Die Kettenflasche zählt zum Bestand des so genannten Großen Silberbuffets, welches sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Berliner Schloss befand. Dabei handelt es sich um neun monumentale, aus Kannen und Becken bestehende Gießgarnituren, acht Kettenflaschen, zwei Kühlkessel, zwei Pastetenbüchsen sowie ein großes Handfass mit zugehöriger Wanne. Insgesamt umfasst das Buffet heute noch 33 prachtvolle vergoldete Silbergefäße, die überwiegend zwischen 1695 und 1698 auf Bestellung des Kurfürsten Friedrich III. in Augsburg, dem damaligen Zentrum der Goldschmiedekunst in Deutschland, hergestellt wurden.Das Ensemble war im Rittersaal des Berliner Schlosses als wandfester Teil der Innenarchitektur installiert: Während die Lavabogarnituren und die Kettenflaschen gegenüber dem Thron an der verspiegelten Wand angeordnet waren, standen die übrigen Gefäße in symmetrischer Anordnung auf einem Schanktisch davor. Das Große Silberbuffet war über Jahrhunderte gleichermaßen königliches Repräsentationsobjekt und Teil des brandenburgisch-preußischen Staatsschatzes. Von späteren Einschmelzungen blieb es auch deshalb nicht verschont. Der Schanktisch wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltenen Gefäße sind heute in der Dependance des Kunstgewerbemuseums in Schloss Köpenick in einer der ursprünglichen Anordnung angenäherten Rekonstruktion wieder aufgebaut. LL

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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