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Ident. Nr.: F 1295 a

ObjID: obj:1819243

Details (Expert)

Datierung
2. Drittel 15. Jahrhundert
Abmessungen
Objektmaß: 22,9 x 3 x 1 cm

Objektbeschreibung

Der leicht geschwungene vierseitige Griff geht am unteren Ende in einen trapezförmig verbreiterten Werkzeugkopf mit einer ebenmäßig ausgebildeten unteren Abschlusskante über. Die Aufsichtsseite des Werkzeugkopfes zeigt ein profiliert gerahmtes dreieckiges Bildfeld, in dem vor Blattranken und Blüten ein kurzbeiniger Hund mit einem Halsband dargestellt ist. Quer durch den Werkzeugkopf verläuft eine durchgehende Bohrung, deren Funktion unklar ist. Am oberen Ende des Griffes befindet sich eine kleine Bohrung für eine Schlaufe oder Öse. Das Werkzeug könnte als Glätter (etwa für den Gebrauch beim Vergolden) oder als Falzbein gedient haben.
Das Werkzeug ist nur frontal axial gearbeitet, lateral folgt der Griff der natürlichen Krümmung des Materials, während der Werkzeugkopf entgegen dessen Verlauf leicht abgewinkelt ist. Zahlreiche Spuren einer ehemals wohl vollflächigen Vergoldung des dreieckigen Bildfeldes sind vorhanden.
Das Objekt ist weitgehend unversehrt erhalten, geringfügige Benutzungsspuren finden sich an der Werkzeugkante und an den Rändern der beiden Bohrungen. LL

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .