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Erzengel Michael

Ident. Nr.: 1944,18 (61 d)

ObjID: obj:1860877

Details (Expert)

Datierung
15. Jahrhundert
Material / Technik
Blei-Zinn-Legierung, gegossen
Abmessungen
Objektmaß: 33,3 x 33,3 x 5,5 mm
Gewicht: 3,2 g

Objektbeschreibung

Flachguss, mit runder Öse an der Rückseite. Das runde Bildfeld ist von einem, mit einer einfachen Linie und einem tordierten Draht gerahmten Würfelaugenfries umgeben, dem sich außen eine Bogenreihe anschließt. Dargestellt ist der Erzengel Michael in Rüstung mit ausgebreiteten, erhobenen Flügeln, deren Spitzen über den Bildrahmen ragen. Sein Haupt ist von kinnlangem Haar umgeben. Der rechte Arm hält ein Schwert über den Kopf. Der linke Arm ist leicht angewinkelt nach unten gesenkt. Auf dem Unterarm erscheint ein kleines, rundes Schild. Am Boden hinter dem Engel liegt ein Dämon. Sein Haupt mit drei leicht gebogenen Hörnern und spitzen Ohren blickt zur Rechten des Engels frontal aus dem Bildfeld. Der Körper ist hinter dem Erzengel und als unregelmäßige, gepunktete Struktur dargestellt. Hinter dem linken Bein des Engels sind die Füße des Teufels zu sehen, die je zwei große Krallen tragen. HK

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .