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Schlag- und Weckuhr mit Greifen aus dem Pommerschen Kunstschrank

Ident. Nr.: P 6 a,b

ObjID: obj:1899382

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Georg Schmidt (um 1581 bis um 1630),
Uhrmacher
Datierung
vor 1617
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: Gesamt 18 x 6,5 cm (Fuß)
Höhe x Breite: Greif 8,3 x 10 cm
Durchmesser x Tiefe: Uhrgehäuse 6,5 x 3,6 cm

Objektbeschreibung

Der kleine Zeitmesser hat die Gestalt einer Halsuhr, wird jedoch von einer Statuette des pommerschen Greifen getragen, der ihn auf Kopf und linker Tatze emporhebt. Er steht auf rundem, gestuftem Sockel und stützt die rechte Tatze auf einen Schild mit dem pommerschen Wappen. Das Uhrgehäuse ist zwölfeckig und wird von zwei Schweifwerkvoluten zu Seiten eines Zierbalusters bekrönt. Auf dem Zifferblatt lassen sich die Stunden von I bis XII Uhr auf einem äußeren, aber auch von 1-12 und 13-24 Uhr auf einem versetzt angebrachten inneren Ziffernring ablesen. Innerhalb der Ziffernringe ist eine kleine drehbare Scheibe zum Einstellen des Weckers angebracht; als Zeiger dafür dient das hintere Ende des Stundenzeigers. Der rückseitige Deckel der Räderuhr ist in Schweifwerkornament durchbrochen, auch die Platine reich gestaltet, funktionale Teile (Zahnräder u.dgl.) wirken mit ebenfalls gesägten und gravierten Schweifwerk-Elementen und gegossenen Miniatursäulen dekorativ zusammen. Der Kloben der Unruhe hat die Gestalt eines kleinen Greifen.
Die Standplatte des Sockels lässt sich abschieben und erweist sich im Innern als Horizontalsonnenuhr. Entlang des äußeren Randes sind in drei konzentrischen Ziffernkreisen Skalen und Beschriftung für die Breitengrade 41°, 48° (für Augsburg) und 51° graviert. Beischriften nahe dem Kompass: ELEVATIO POLI 41 GRAD (außen), LATITUDO PO. 45 GR (Mitte), LATI. 48 GR (innen). Exzentrisch ist ein kleiner runder Kompass aufgesetzt, darunter zum unteren Rand hin zwei übereinander liegende Dreiecke zum Einstellen der Polkante. Der Sonnenuhrzeiger fehlt.
bezeichnet auf der Platine: Gorg (sic) Schmidt

Lit.: Julius Lessing / Adolf Brüning: Der Pommersche Kunstschrank im Königlichen Kunstgewerbe-Museum, Berlin 1905, S. 40, Nr. P 6 a,b.
Barbara Mundt: Der Pommersche Kunstschrank des Augsburger Unternehmers Philipp Hainhofer für den gelehrten Herzog Philipp II. von Pommern, München 2009, S. 197f., Nr. P 6.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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