Logo

Schuhschnallen in originalem Etuit

Ident. Nr.: 2003,KR 1166 a-c

ObjID: obj:1964766

Details (Expert)

Beteiligte
Martin Kamer (1943–2024),
Vorbesitzer*in
Datierung
Herstellung: 18. Jh.(2. Hälfte des)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite: Schnallen 5,5 x 6,5 cm
Länge x Breite: Etuit 8 x 11,8 cm

Objektbeschreibung

Strassschnallen dienten zum Schließen von Damen- und Herrenschuhen. Je nach Stand und finanziellen Möglichkeiten ihres Besitzers waren sie mehr oder weniger aufwändig ausgestattet. Vor allem in England wurden Schuhschnallen aus geschliffenem Glas in großen Mengen hergestellt. Reich facettiert und mit Metallfolie hinterlegt imitierten sie den funkelnden Glanz wertvoller Diamanten. 56 baguetteförmig geschliffene Steine bilden hier einen doppelten Rahmen, mit je einer sechsblättrigen Blüte in der Mitte der Längsseiten. Der Doppeldorn ist herzförmig ausgebildet. Die beiden Schnallen werden heute noch in ihrem originalen Etuit aufbewahrt. Die heute übliche Bezeichnung "Strass" für facettierte Glassteine geht zurück auf den französischen Erfinder und Juwelier Georg Friedrich Strass (1701-1773), der um 1730 eine Glasmasse entwickelte, aus der er besonders effektvoll facettierte Glassteine gewann. ChrW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .