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Columbine aus der Reihe "Die italienische Komödie"

Ident. Nr.: HF 537

ObjID: obj:2021285

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Franz Anton Bustelli (12.4.1723 - 18.4.1763),
Modelleur*in
Ausführung: Nymphenburger Porzellanmanufaktur (1747-),
Hersteller*in
Datierung
1759/60
Abmessungen
Höhe: 20,3 cm

Objektbeschreibung

Sechzehn als Paare komponierte ›Commedia dell’arte‹-Figuren gelten als das Hauptwerk des Modelleurs Franz Anton Bustelli (1723–1763), der von 1754 bis zu seinem Tod für die Nymphenburger Porzellanmanufaktur bei München tätig war. Mit ihnen gelang es Bustelli, das unbeschwerte, elegante und gelegentlich auch frivole Lebensgefühl bei Hofe im Rokoko wiederzugeben. Dort war aus dem auf Witz und Improvisationskunst beruhenden italienischen Volkstheater mit seinen wiedererkennbaren Typen eine adelige Vergnügungsform geworden.
Die Lebendigkeit und Leichtigkeit des Spiels ist in der tänzerischen Haltung der aufeinander bezogenen Figuren eingefangen. Der Gegenpart der unsteten Zofe Colombine (Inv. Nr. HF 537), die mit der Maske in der Hand gezeigt wird, ist der Abenteurer Scaramuz (Inv. Nr. HF 536). LG

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .