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Haus- und Reiseapotheke des Papstes Paul V.

Ident. Nr.: F 256

ObjID: obj:2049540

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Hans Georg I Brenner (um 1564–1632),
Goldschmied*in
Datierung
um 1600
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 52 x 47 x 50 cm

Objektbeschreibung

Der Apothekenkasten stammt angeblich aus dem Besitz des Kardinals Camillo Borghese (1552–1621), der seit 1605 als Paul V. Papst war. Die Beschriftungen im Innern des Kastens sind in alemannischer Mundart verfasst und verweisen auf die Herkunft des Arztes oder Apothekers, der ihn sachkundig gefüllt hatte.
Haus- und Reiseapotheken kamen gegen 1600 in Gebrauch. Sie wurden vor allem in Augsburg gefertigt. Auf diesen Herstellungsort verweisen auch die beiden Goldschmiedemarken eines der Silberverschlüsse, der Augsburger Pyr und das Meisterzeichen des Hans Georg I Brenner (um 1564–1632). LL

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .