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Feldflasche

Ident. Nr.: 1930,61

ObjID: obj:2260454

Details (Expert)

Datierung
14. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Material / Technik
Zinn, gegossen
Abmessungen
Höhe: 23 cm

Objektbeschreibung

Bis heute hat sich die Form der seitlich abgeflachten, linsenförmig gewölbten Feldflasche kaum verändert. Ursprünglich aus Holz gefertigt, hat man sie seit dem 14. Jahrhundert auch aus Zinn gegossen, wie eine Reihe von Beispielen in verschiedenen Museen veranschaulichen kann, darunter die Flasche des Berliner Museums.
Sie wurde beim Baggern aus dem Rhein geborgen und trägt im kreisrunden Medaillon das Wappen der Kölner Familie Nisselrode. Die Fundumstände bzw. Wappen bestätigen, daß der Flaschentypus mit den beiden aufrechtstehenden, eckigen Ohrenhenkeln zum Befestigen von Riemen oder Hanfschnüren, den die Berliner Flasche vertritt, im Rheinland, in den Niederlanden und im norddeutschen Küstengebiet in Gebrauch war.
Franz Adrian Dreier

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .