sog. Hansekanne
Ident. Nr.: 1889,71
ObjID: obj:2260463
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- 1. Hälfte 15. Jahrhundert
- Abmessungen
- Höhe: 17,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2260463
Objektbeschreibung
Bauchige Kannen und -krüge mit Klappdeckeln aus Zinn fanden im ausgehenden Mittelalter weite Verbreitung. Sie dienten als Schank- bzw. Trinkgefäße für Wasser und Wein. Da sie besonders im norddeutschen und baltischen Raum verbreitet waren, werden sie auch zusammenfassend als Hansekannen bezeichnet.
Bei zahlreichen dieser Gefäße befinden sich im Inneren - meist auf dem Boden, gelegentlich auch an der Unterseite des Deckels - Reliefmedaillons mit christlichen Darstellungen: häufig die Kreuzigung Christi, seltener ein Agnus Dei, die Muttergottes oder Heiligenfiguren, gelegentlich auch Pilgerzeichen. Solche religiösen Zeichen in profanen Gefäßen sollten apotropäisch - also Unheil abwendend - wirken. Bei diesem aus der Persante bei Kolberg (Pommern) geborgenen Exemplar befindet sich auf dem Gefäßboden ein Medaillon mit der Darstellung der Maria mit Kind und unter dem Deckel ein Kruzifix. Lothar Lambacher
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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