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Greigefarbenes Kostüm

Ident. Nr.: 2005,UR 55

ObjID: obj:2278294

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021)
Datierung
um 1960
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge: Jacke 60 cm
Länge: Rock 68 cm Taille 66 cm; Saum 145 cm

Objektbeschreibung

Die hüftlange Jacke mit halsfernem Umlegekragenist leicht tailliert und einreihig mit drei Knöpfen zu schließen; 3/4 lange, angeschnittene Ärmel, Ärmelvorderteile an Jackenvorderteil, Ärmelrückseite an Rückenpartie. Unter den Armen ein weiteres schmales Teil (8-11 cm) eingesetzt; Jacke wurde zusätzlich unter dem Kragen mit Haken und Öse geschlossen, zwei weitere Haken und Ösen unterhalb der Knopfleiste innen angebracht; Kragen mit grauer Knopflochseide (Cordonette) als Ziernaht doppelt abgesteppt.
Rock: leicht ausgestellt, bis auf eine 30 cm breite Bahn auf der Rückseite aus einem Stück gearbeitet; zeigt vorn eine ebenfalls 30 cm breite, eingelegte Faltenpartie; in der Taille sechs Abnäher, um die Weite einzuhalten; der Rock setzt glatt am 2,5 cm breiten Bund an; ein 23 cm langer Reißverschluss ist in die linke hintere Längsnaht eingearbeitet; der Bund schließt mit zwei Haken und Ösen. CW

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .