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Chinesische Porzellanschale in europäischer Metallfassung

Ident. Nr.: F 2148

ObjID: obj:2305156

Details (Expert)

Datierung
um 1580 (Fassung), Porzellan: Ming-Dynastie, Wan Li-Ära: 1563-1620
Abmessungen
Höhe: 7,8 cm
Durchmesser: 17 cm (mit Henkeln)

Objektbeschreibung

Eintrag im Inventarbuch: "Porzellannapf, halbkugelig, auf Ringfuß, kobaltblau unter der Glasur bemalt. Außen an der Wandung in vier Kreisen angeordnete Blüten und Blätter, am Rand Bordüre aus Blättern und Blüten an wellig bewegter Ranke. Im Boden Päonienzweig im Doppelkreis. Vergoldete Silberfassung; profilierter Fuß, zwei S förmig geschwungene Volutenhenkel mit weiblicher Herme auf durchbrochenen, unten durch Scharnier, oben durch ein den Rand des Napfes umfassenden Blättchen befestigten Verbindungsstücken. China, Mingzeit, Fassung deutsch, Ende 16. Jahrh. Rechteckige Siegelmarke. Vorb. M. Blum, Wien."

Die Schale stammt aus der 1935 für das Berliner Kunstgewerbemuseum angekauften Sammlung von Dr. Albert Figdor, Wien.

Die kostbaren Edelmetallfassungen, die man im 16. Jahrhundert für Kanne und Schale anfertigte, zeugen von der hohen Wertschätzung für das seltene chinesische Porzellan.

ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .