Prophet, der fliegen will
Ident. Nr.: NG 7/17
ObjID: obj:2305636
Schenkung von Dmitry Sidur
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1978
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Prophet, der fliegen willOriginaltitel: Пророк, пытающийся взлететьÜbersetzung: Prophet Who Wishes to Fly
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1974–1985Nachlass/Vermächtnis: Prof. Eimermacher,
1985–1989Schenkung: Julija Nel'skaya ,
1989–2006Nachlass/Vermächtnis: Dmitry Vadimovich Sidur,
2006–26.01.2017 - Material / Technik
- Metall
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 116 x 120 x 30 cm
- Erwerbung
- 2017 Schenkung von Dmitry Vadimovich Sidur
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2305636
Objektbeschreibung
Der „Prophet, der fliegen will“ gehört ebenfalls zu Sidurs „Sarg-Kunst“. Dazu schrieb der Künstler: „Es scheint, dass der vollständige Triumph der Sarg-Kunst bevorsteht und unser Globus sich in einen Planeten-Sarg [...] verwandeln wird. Auf jeden Fall ist es das, was die eisernen Propheten im Stillen ankündigen, indem sie versuchen, die Menschheit vor der Gefahr zu warnen, sich durch ihren eigenen Hass, ihre Dummheit und ihre Unreinheit selbst zu zerstören. Das Gleichgewicht der Angst ist eine sehr unzuverlässige Garantie für das Leben, aber die Menschen haben nichts Vernünftigeres erfunden, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.“ (Natalija Nolde-Lurie, Drama cheloveka v tvorchestve Vadima Sidura, Moskau 2014, S. 54) Gleichzeitig mit dem Horror rufen die Skulpturen jedoch auch Gelächter hervor. Das diesen Werken innewohnende Groteske verstärkt ihre Wirkung. „Prophet, der fliegen will“ ist einer der intelligentesten und zerbrechlichsten Figuren Sidurs. Der Prophet will nicht mehr dieser Welt angehören und, da er keine Kraft mehr hat zu schreien und zu kämpfen, unternimmt er einen Versuch, sie zu verlassen. Doch seine Arme taugen nicht zum Fliegen und sind erstarrt in einer unbeholfenen Position. Der nonkonformistische sowjetische Bildhauer entwickelte in diesem Werk das zentrale Thema seines Schaffens weiter: Krieg als Verkörperung des universellen Bösen und Schmerz als dessen Auswirkung. | Elena Voronovich
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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