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Helmkanne mit Maskaron

Ident. Nr.: O-1984,55

ObjID: obj:2322231

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Fayencemanufaktur Gerhard Wolbeer, Berlin (1697 - 1764),
Hersteller*in
Datierung
um 1710
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 21 x 25 x 11 cm
Breite x Tiefe: Fuß 10 x 11,5 cm

Objektbeschreibung

Die gerippte, an Metallvorbildern orientierte Helmkanne mit männlicher Maske unter dem Ausguss ist mit kleinteiliger Blaumalerei aus Blütern, gefiederten Blättchen und Ranken dekoriert. Zu einer solchen Kanne gehörte eine tiefe Schüssel, beides bildetete eine Waschgarnitur.
Im Katalog "Herrliche Künste und Manufacturen" von 2001 führt Christiane Keisch Vergleichsbeispiele aus dem Amsterdamer Rijksmuseum und dem Berliner Stadtmuseum auf. Im Sammlungskatalog des Kunstgewerbemuseums Berlin (Ost) von 1988 schreibt dieselbe Autorin: "Wolbeer-Fayencen halten sich eng an bestimmte holländisch-chinesische Motive und werden in treulicher Wiederholung angewendet: dichtes reiches Chrysanthemen- und Päoniengesträuch mit Vögeln, der Pfau in Fels-Sumpflandschaften und recht naive wie derbe Figurenszenen. Häufig treten dazu die Spiralranken, Behangreserven und Zackenleisten auf. Typisch für den Malstil ist die dichte Häufung der Dekormotive. Wolbeer hat als erster auch gerippte Gefäße nach Delfter Art produziert. Sie wurden mittels Gipshohlformen hergestellt. Die Glasur geriet hierbei schneller ins Fließen, als bei glatten Oberflächen und die Zeichnung verwischte sich, wie an diesem Beispiel. Die Form der Helmkanne ist - abgesehen von der Rippung - offensichtlich Metallvorbildern entlehnt. Interessant ist die Ähnlichkeit mit der großen Helmkanne mit Männermaske unter dem Ausguß vom Großen Berliner Silberbuffet (1698 aus Augsburg geliefert, seit 1703 im Rittersaal aufgebaut)). Die eigenwillige Form des Henkels, die Maske, die reiche plastische, durch unterschiedliche Dekore betonte Gliederung der Kanne, spräche für die Adaption eines solchen Vorbildes."

Keine Marke.

Lit.: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin [Ost]. Führer durch die Sammlungen [Schloss Köpenick], Kat. Nr. 198; Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen", Kat. Nr. 51 (Vgl.)

ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Terrine in Form eines Kohlkopfs

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