Wald
Ident. Nr.: B UHP 42/13
ObjID: obj:2351841
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1927
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: WaldOriginaltitel: ForêtÜbersetzung: Forest
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Privatsammlung,
bis 1969Kauf: Galerie Ernst Beyeler,
1969-1970Kauf: Privatsammlung, Süddeutschland,
1970-vermutlich 2005Kommission: Brigitte Büdenhölzer,
vermutlich 2005-2006Kauf: Galerie Brusberg,
ab 2006Kauf: Crystal Invest Holding, Zug,
spätestens bis 2006Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
spätestens 2006-2010 - Material / Technik
- Öl auf Papier auf Leinwand aufgezogen
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 31 x 38 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2351841
Objektbeschreibung
Für seine grafischen Arbeiten hatte Ernst Mitte der 1920er-Jahre eine Abriebtechnik entwickelt, die sogenannte Frottage (vgl. „L’Écurie du sphynx“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch), die er wenig später auch für die Malerei nutzbar machte. Aus der Maserung von groben Holzplanken und ähnlich reliefierten Gegenständen schuf der Künstler geheimnisvolle Landschaften, Figuren und Tiere. Ein häufig wiederkehrendes Motiv ist der Wald – meist mit einem aufsteigenden Mond dahinter (vgl. „Forêt“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch). Mit ihm knüpfte Ernst, der selbst in der Nähe eines Waldes aufgewachsen war, an die Tradition der deutschen Romantik an. Das Gemälde „Düsterer Wald und Vogel“ (ebenfalls Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch) nimmt zudem auf das berühmte symbolistische Motiv der „Toteninsel“ (1883, NG 2/80) von Arnold Böcklin Bezug. Der Vogel entstammt der Privatmythologie des Künstlers: Als Alter Ego namens „Vogelobre Horneborn“, „Loplop“ oder „Schnabelmax“, aber auch als Symbol der Freiheit taucht es immer wieder in seinem Werk auf. Ernst hielt die Unabhängigkeit für eine Grundvoraussetzung seines Schaffens. Nur sie erlaube es dem Künstler, sein Werk wie ein Vogel auszubrüten. Mithin erweitert das Motiv des stürzenden Vogels die Idee der Toteninsel um die Dimension des künstlerischen Verlusts. | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 08.06.2026
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nng@smb.spk-berlin.de