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Goldledertapete mit Vasenmotiv

Ident. Nr.: O-1987,81

ObjID: obj:2390839

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Daniel Marot (1663 - 1752)
Datierung
um 1703 -1725
Abmessungen
Höhe x Breite: 180 x 358 cm

Objektbeschreibung

Die zu ihrer Zeit sehr beliebte und viel verkaufte Goldledertapete zeigt als Dekor ein Vasenmotiv unter einem Baldachin im Stil Louis V.. Das Dessin dieser Tapete geht auf Textilentwürfe aus der Serie „Patrons d‘Etoffes et des Velours“ des Architekten und Ornamentstechers Daniel Marot (1661-1752) zurück, die in Paris 1703-1712 veröffentlicht wurden. Marot hatte mit seinem leichten, spielerischen Stil den Spätbarock in Frankreich und Holland geprägt und durch seine zahlreichen Ornamentstiche in ganz Europa bekannt gemacht.
Im Zentrum der Komposition steht unter einem reich mit Lambrequins behängten Baldachin eine Vase, die ein naturhaft wiedergegebener, bunter Blumenstrauß füllt. Die Motive umrahmt ein goldenes Bandelwerk mit feiner Binnenzeichnung, in dessen Reserven die natürlich geschilderten Blumen wiederholt werden. Mit der Hinwendung zu Stoffmustern im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts deutet sich bereits das Ende der Goldledertapeten an, die im Zeitalter des Rokoko durch Textilien in hellen, heiteren Farben das dunkle, gravitätisch wirkende Goldleder ablösten. STh

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Große Kettenflasche mit Schraubdeckel und aufgelegtem stark plastischem Dekor. Die seitlichen Handhaben sind als Hundeköpfe ausgebildet. Auf der Vorderseite des Flaschenbauches sitzt das große brandenburgische Staatswappen, darüber, an der Kante zum eingezogenen Flaschenhals, der brandenburgische Kurhut. Pendent zur Kettenflasche Inv. Nr. S 508.Die Kettenflasche zählt zum Bestand des so genannten Großen Silberbuffets, welches sich bis zum Zweiten Weltkrieg im Berliner Schloss befand. Dabei handelt es sich um neun monumentale, aus Kannen und Becken bestehende Gießgarnituren, acht Kettenflaschen, zwei Kühlkessel, zwei Pastetenbüchsen sowie ein großes Handfass mit zugehöriger Wanne. Insgesamt umfasst das Buffet heute noch 33 prachtvolle vergoldete Silbergefäße, die überwiegend zwischen 1695 und 1698 auf Bestellung des Kurfürsten Friedrich III. in Augsburg, dem damaligen Zentrum der Goldschmiedekunst in Deutschland, hergestellt wurden.Das Ensemble war im Rittersaal des Berliner Schlosses als wandfester Teil der Innenarchitektur installiert: Während die Lavabogarnituren und die Kettenflaschen gegenüber dem Thron an der verspiegelten Wand angeordnet waren, standen die übrigen Gefäße in symmetrischer Anordnung auf einem Schanktisch davor. Das Große Silberbuffet war über Jahrhunderte gleichermaßen königliches Repräsentationsobjekt und Teil des brandenburgisch-preußischen Staatsschatzes. Von späteren Einschmelzungen blieb es auch deshalb nicht verschont. Der Schanktisch wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die erhaltenen Gefäße sind heute in der Dependance des Kunstgewerbemuseums in Schloss Köpenick in einer der ursprünglichen Anordnung angenäherten Rekonstruktion wieder aufgebaut. LL

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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