Logo

Pantalone und Colombine

Ident. Nr.: HF 189

ObjID: obj:2399979

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Johann Joachim Kaendler (1706 - 1775),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Datierung
um 1741-45
Material / Technik
Porzellan, staffiert
Abmessungen
Höhe: 16,6 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: "Pantalone und Colombine. Colombine auf einer Rasenbank sitzend, hält in der r. Hand eine halb schwarze halb fleischfarbene Maske u. unter der Achsel, mit der l. Hand zupft sie dem gebückt heranschleichenden Pantalone am Vollbart. Sie trägt goldgeränderten kleinen weißen Dreispitz, golden gemustertes rotes Mieder mit gelben Schleifen, gelben Schal um die Hüften, bunt geblümten, golden geränderten weißen Rock, türkisblauen purpur gefütterten Mantel u. rote Schuhe. Pantalone trägt schwarze Kappe, purpurnes Wams, grau gefütterten gelben Mantel, schwarze Kniehosen, weiße Strümpfe u. gelbe Pantoffeln, Dolch an weißem Gürtel u. rotes Schnupftuch. Kopf Colombines gekittet, zwei Finger der l. Hand u. Fußspitze fehlen
Meissen, um 1741-45. Schwertermarke Modell von Kändler 1741, aufrepariert nach älterer Fassung von 1736/37 Formen-Nr. 379
das urpsrüngliche Modell nur in einer Ausformung bisher bekannt. Vgl. Kat. d. Slg. Klemperer, Dresden"

Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .