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Trophäengruppe

Ident. Nr.: 1924,5 a,b

ObjID: obj:2436871

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Wilhelm Christian Meyer (1726 - 1786),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Datierung
1771
Geografische Bezüge
Material / Technik
Porzellan, weiß, glasiert
Abmessungen
Höhe: 49 cm
Breite x Tiefe: Sockel 28,5 x 20 cm
Gewicht: 5655 g

Objektbeschreibung

Die zweiteilige Trophäengruppe gehört zu dem Dessertaufsatz für die russische Zarin Katharina II., ein Geschenk des preußischen Königs Friedrichs II., ausgeführt zwischen 1770 und 1772 in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin. Der umfangreiche Tafelaufsatz wurde nach St. Petersburg geliefert und befindet sich noch heute in der dortigen Eremitage. Es wurden damals allerdings auch Probeexemplare angefertigt, von denen sich einige wenige im Berliner Kunstgewerbemuseum erhalten haben, darunter die Trophäengruppe. Eine weitere Trophäengruppe mit anderen Figuren, farblich staffiert, befand sich bis 1945 ebenfalls im Bestand des Kunstgewerbemuseums, gehört jedoch zu den Kriegsverlusten. Detaillierte Angaben finden sich in der Publikation: Dorothee Heim: Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin, Berlin, Regensburg 2016, S. 387-404, hier Kat. Nr. 79 und Verlustverzeichnis, S. 576, Nr.24. // ClKa

Letzte Aktualisierung: 25.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .