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"Thalia" oder "Kalliope" aus einer Folge von Musenfiguren

Ident. Nr.: 1924,40

ObjID: obj:2456767

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Frankenthaler Porzellanmanufaktur (1755-1800),
Hersteller*in
Entwurf: Konrad Linck (1730-1793),
Künstler*in
Datierung
um 1765
Abmessungen
Höhe: 15,3 cm

Objektbeschreibung

Frauenfigur, nach rechts blickend, mit einem aufgeschlagenen Buch in den Händen. Sie trägt ein zweiteiliges weißes Gewand mit Blumenmuster, Schärpe und Goldrändern und steht auf einem grünen, ebenfalls goldgerandeten Sockel.
Die Figur gehört zu einer Folge von Musen. Die Zuordnung ist in ihrem Fall nicht ganz eindeutig. Ihr Attribut ist das Buch, auf dem zu lesen ist: "Le Theatre de Mons[ieur] Diderot, Le Pere de Famille, Comedie en cinq actes". Das aufklärerische Theaterstück "Le Père de Famille" (Der Hausvater) von Denis Diderot wurde 1761 erstmals in Paris aufgeführt. Diderot schuf damit ein neues Genre, das "drame bourgeois", das bürgerliche Theater. Die hier dargestellte Muse nimmt somit auf die damals aktuelle Theaterentwicklung Bezug, für die die klassischen Kategorien nicht mehr galten. Es kann sich bei der Muse um Thalia (Komödie) oder Kalliope (epische Dichtung) handeln. In der Sammlung des Kunstgewerbemuseums sind zwei weitere Musen aus der Folge vorhanden (Inv. Nr. 1924,38 und 39).
Bez.: in Unterglasurblau: CT und Kurhut (Manufakturmarke)
ClKa

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .