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Frühstücks-/Teeservice "Form 1906", Dekor Veilchen (Hauptdatenblatt)

Ident. Nr.: O-1989,193 a-l

ObjID: obj:2458041

Details (Expert)

Datierung
um 1906
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: cm siehe Einzelteile

Objektbeschreibung

Service: Bestehend aus 1 Teekanne (193 a,b), 1 Milchkanne (193 c), 6 Teetassen (193 d, 1-6), 6 Untertassen (193 e, 1-6), 6 kleinen Tellern (193 f, 1-6), 6 Kuchentellern (193 g, 1-6), 2 runden Kuchenplatten (193 h, 1-2), 2 ovalen Schalen (193 i, 1-2), 1 Butterdose (193 j), 6 Eierbechern (193 k, 1-6), 1 Tortenplatte (193 l).
Die Teekanne besteht aus einem konischen, mehrfach abgeknickten Gefäßkörper auf konischem Fuß. Der rechteckige Henkel ist mit einem Flachrelief aus geometrischen Ornamenten dekoriert. Einzelne Elemente der Teekannenform werden in den weiteren Serviceteilen aufgegriffen und variiert.
Bemalt sind alle Teile am Rand mit einem umlaufenden Dekor aus Veilchen mit Blättern in Blau und Grün.
Eine Dekorvariante "Feston" des Services "Form 1906" ist ebenfalls im Kunstgewerbemuseum vorhanden (Inv. Nr. B 58 a-f) und stammt aus der Sammlung Georg Brühl. Hierzu findet sich eine Abbildung in einem Musterkatalog der Firma (frdl. Hinweis Birgitt Hellmann).
Marke: in Unterglasurgrün Schild mit "PBM" und einem S-förmigen Fisch (Firmenmarke)
Vgl. Wolfgang Hennig / Staatliche Museen zu Berlin-Kunstgewerbemuseum: Kunsthandwerk um 1900. Schenkung Brühl 1966 und 1986, Berlin 1986, S. 110, Kat. Nr. 107 (Dekorvariante "Feston")
ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .