Ohne Titel
Ident. Nr.: B UHP 141/13
ObjID: obj:2458294
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1940
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Ohne TitelÜbersetzung: Untitled
- Provenienz
- im Besitz/Nachlass des Künstlers,
1940-1981Kommission: The Pace Gallery,
1981Kauf: Privatsammlung, Oregon,
1981-1987Kommission: Sigrid Freundorfer Fine Art,
1987Kauf: Galerie Folker Skulima,
1987-1988Kauf: Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, Berlin,
1988-2010 - Material / Technik
- Aquarell, Tusche mit Feder auf Papier
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 52,6 x 37,7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2458294
Objektbeschreibung
Eine zeichenhaft, unproportioniert dargestellte weibliche Figur mit gespreizten Beinen steht in einem nicht näher definierten, mit lasierenden Wasserfarben kolorierten Raum. Weitere nur strichartig angedeutete Figuren und Köpfe sowie amorphe Formen umgeben sie oder scheinen aus ihr herauszuwachsen. Es ist eine surreal anmutende Situation, die wie eine Visualisierung von Gedanken wirkt. Das Blatt entstand an einem Wendepunkt in Rothkos Schaffen. Nachdem die Bilder des 1913 mit seinen Eltern aus Russland eingewanderten Marcus Rothkowitz in den späten 1920er- und den 1930er-Jahren vor allem durch expressiv-figurative Straßenszenen und Personendarstellungen bestimmt gewesen waren, begann der Maler sich Anfang der 1940er-Jahre zunehmend mit dem Unbewussten und mythologischen Themen auseinanderzusetzen. In Letzteren sah er Metaphern, moderne Antworten auf die wiederkehrenden Zyklen menschlicher Tragödien, wie er gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Adolph Gottlieb in einem offenen Brief an die „New York Times“ darlegte (abgedruckt in: Edward Alden Jewell, The Realm of Art. A New Platform: „Globalism“ Pops into View, in: The New York Times, 7.6.1943). Während viele Gemälde Rothkos vom Anfang der 1940er-Jahre noch figurativ sind, weist das vorliegende Aquarell bereits auf die zunehmende Lösung vom Gegenstand hin. Diese mündete 1947 in offene Strukturen und leuchtende Farbflächen, die den Künstler zu einem der Hauptvertreter des abstrakten Expressionismus und Vorreiter der Farbfeldmalerei werden ließen. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 09.06.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de