Logo

Teller aus einem Service mit "indianischen" Blumen und Schmetterlingen

Ident. Nr.: 1926,13

ObjID: obj:2465379

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Adam Friedrich von Löwenfinck (1714 - 1754)
Ausführung: Fuldaer Fayencemanufaktur (1741 - 1758),
Hersteller*in
Datierung
Ausführung: um 1741/45
Geografische Bezüge
Abmessungen
Durchmesser: 23 cm

Objektbeschreibung

Teller mit bunter Aufglasurmalerei in Violett, Grün, Hellblau, Braun und Gelb. Im Spiegel Blütenstaude im ostasiatischen Stil mit drei päonienartigen Blüten. Auf der Fahne drei Schmetterlinge und drei Blumenmotive.
Der Teller stammt aus einem Service, das dem aus Meißen nach Fulda verpflichteten begabten Porzellanmaler Adam Friedrich von Löwenfinck zugeschrieben wird. Der Auftraggeber ist nicht bekannt. Weitere dekorgleiche Teller und Schüsseln haben sich in etlichen Museen erhalten: in Frankfurt am Main, Fulda, Hamburg, Kassel, Kopenhagen, Leipzig, London, Mannheim, München und Nürnberg. Ulrich Pietsch hat in seiner 2015 erschienenen Publikation eine Zusammenstellung der Serviceteile vorgenommen. // Lit.: Ulrich Pietsch: Phantastische Welten. Malerei auf Meissener Porzellan und deutschen Fayencen von Adam Friedrich von Löwenfinck 1714-1754, Stuttgart 2014, S. 272; Tjark Hausmann, Tjark, u.a.: Fayencen. Ausstellung im Kunstgewerbemuseum, Berlin, in Verbindung mit dem Kunsthistorischen Institut der Freien Universität, Berlin 1976, Kat. Nr. 99. // ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .