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Deckelkrug

Ident. Nr.: O-1969,46

ObjID: obj:2564205

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Jacob Koch II ( - 27.12.1619),
Zinngießer*in
Datierung
Herstellung: um 1600
Geografische Bezüge
Nürnberg,
Stadt
Material / Technik
Zinn, gegossen
Abmessungen
Höhe: 20,7 cm

Objektbeschreibung

Deckelkrug mit schlankem, oben in einem Viertelkreisprofil, unten in einer weichen Kurve stark ausladendem Mantel auf drei mit Köpfchen besetzten Volutenfüssen. Auf dem Mantel eine breite Mittelzone mit gleichmässigen Hammerschlägen, darüber und darunter je eine schmale Zone mit Bändern und Blättchen in Reliefguss. Oben an dem vortretenden Viertelkreisprofil und unten am Rand je ein Stab mit Buckelornament. Auf dem Deckel, der in Profilen zum Deckelknopf ansteigt, ein Rundprofil mit drei Masken in Kartuschen und Blattornamente in Reliefguss. (Hintze II, Nr. 152 b)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .