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Achtkantige Deckelvase mit Fasan auf Lochfelsen sowie ostasiatisch inspiriertem Blüten- und Blattdekor

Ident. Nr.: 1911,111 a,b

ObjID: obj:2570252

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Fayencemanufaktur Cornelius Funcke, Berlin (1699 - 1747/67),
Hersteller*in
Datierung
um 1710
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 41,5 cm (mit Deckel)

Objektbeschreibung

Achtkantiger Vasenkorpus, gewölbter, achtkantiger Deckel mit Knauf. Der Dekor in Blaumalerei: Auf der Wandung umlaufende Malerei aus päonienartigen Blüten sowie kleinen Blüten mit gefiederten Blättern und Insekten. Auf der Schauseite ein Fasan mit zwei Hauben- und zwei langen Schwanzfedern, der auf einem Bambuszweig sitzt. Darunter ein Lochfelsen. Der untere Rand der Vase ist mit einem stark stilisierten, eierstabartigen Ornament bemalt, die gewölbte Schulter mit einem Akanthusblattkranz sowie, wie auch am Deckel, mit einem Spiralmuster.
Das Fasanenmotiv auf chinesisch inspiriertem Lochfels taucht ähnlich auf der großen Tischplatte aus dem Bestand des Kunstgewerbemuseums auf (Inv. Nr. 1915,37), die der Berliner Fayencemanufaktur von Cornelius Funcke zugeschrieben wird. Zur Form der Vase vgl. die beiden ebenfalls der Funcke-Manufaktur zugeschriebenen Deckelvasen (Inv. Nr. M 1842/1843).
Da die meisten Berliner Fayencen, wie auch diese, unmarkiert und stilistisch eng miteinander verwandt sind, ist eine eindeutige Zuschreibung oftmals nicht möglich, zumal Cornelius Funcke zunächst in der älteren Berliner Manufaktur von Anna Molin und Gerhard Wolbeer tätig war.

Keine Marke.

Lit.: Otto von Falke: Alt-Berliner Fayencen, 1923, Taf. 32c; Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen". Fayence, Glas und Tapisserien aus der Frühzeit Brandenburg-Preußens 1680-1720 (nicht dieses Stück).

ClKa

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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